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  • Esaite-Berichte: TOKAI Jazz Bass fretless
     

 

 

Dieser klassische Fretless-Bass hört auf den Namen "Jazz Sound". So dicht an Leos Vorbild muss halt auch mal was anders sein, wenn man

nicht als Original aus dem Hause Fender kommt. Für den, der es gleich genauer wissen möchte, hier die durchaus relevanten Eckdaten:


Der Body sieht sehr nach Erle aus. Das gesamte Ensemble bringt ein Gewicht von 4,2 Kg zustande.

Die Stärke des Bodys liegt bei üblichen 42,5 mm.

 

Dies sind die gemessenen Halsmaße:            Breite am Sattel       38,5 mm

                                                                       Breite am 5. Bund      47,6 mm

                                                                       Breite am 12. Bund     55,9 mm


                                                                       Stärke am 1. Bund      20,6 mm

                                                                       Stärke am 5. Bund     23,0 mm

                                                                       Stärke am 12. Bund    25,4 mm


Die PU-Widerstände hier in kOhm:               Steg-Tonabnehmer      7,21

                                                                        Hals-Tonabnehmer      7,11

                                                                        beide zusammen          3,72

 

 

 

 

Man sieht es auf den ersten Blick oder fühlt es beim Dämpfen der Saiten mit den Handballen. Die Madenschrauben stehen weit aus

den Einzelreitern hervor. Das spricht auch für einen zu flachen Winkel der Saiten über die Brücke, so dass der Andruck nicht optimal scheint.

 

Wer hier auf der Esaite.de schon öfter mal reinschaut, ahnt was gleich passiert. Der Hals wird abmontiert und die Halstasche wird mit

einem Unterleger versehen. Damit verbessert sich der Winkel und Andruck wie gewünscht. Natürlich ist die Saitenlage jetzt zu flach

geraten. Stellt man jetzt mit den Madenschräubchen die Saitenlage ein, verringert sich  der vorherige Überstand deutlich.

 

 

 

 

Der eine oder andere glotzt jetzt blöd aus der Wäsche, wenn er nach all dem Gewürschtel und Gewürge merkt, dass sich Sustain und

Saitenlage zwar verbessert haben, aber der Sound leiser und indirekter geworden ist. Die Pickups stecken nun zu tief in ihren Fräsungen.

 

Die vier Pickupschrauben lassen sich herausdrehen, damit der PU höher hervorstehen kann. Meist ist das Futter (Moosgummi) mit der

Zeit aber so dermaßen unelastisch geworden, so dass nichts passiert. Leider müssen dann die Saiten runter und erst neues Futter baut

den nötigen Druck auf, um den Pickup höher justieren zu können.

 

 

 

 

In vielen Fällen bietet es sich nach solch einer Aktion an, gleich die Saiten mit zu wechseln. Ich hatte es mit Stainless Steel Strings probiert.

Die kamen mir aber für einen seidigen schnurrigen Fretless-Sound zu spröde und mit zu rauer Oberfläche daher. GHS bietet die Customsaiten

von Gary Willis an. Diese habe ich schlussendlich beim Tokai Jazz Bass aufgezogen.

 

In den Bildern sieht man aber nur die hier eher unpassenden Warwick Strings, die ich sonst sehr zu schätzen vermag. Gerade die

EMP-Variante hält erstaunlich lange durch. Deshalb auch beispielsweise die Verwendung auf dem Ibanez BTB im letzten Bericht.

 

 

 

 

 

 

 

Einstellen von Saitenlage und auch der Intonation ist bei einem Bundlosen schon noch für den Geübten eine Herausforderung. Sind im Sattel die 

Saitenschlitze zu hoch, ist die Bespielbarkeit im unteren Halsbereich mühsam. Beim Tokai gibt es in diesem Punkt nichts zu beanstanden.

 

Sind die Schlitze ausgenackelt und entsprechend zu niedrig, liegen die Saiten womöglich in den ersten Lagen auf dem Griffbrett. Wie stark

bzw. wie weit das auf dem Griffbrett auftritt, hinge dann auch von der eingestellten Halsdurchbiegung ab. Individuell personen- und instrument-

bezogen ist eine Höhe von 0,5-1,0 mm im Sattel ein guter Zielwert beim Feilen, falls der Einbau eines neuen Sattels unvermeidlich ist.

 

 

 

 

Mit vernünftig eingestellter Intonation hat man es beim Fretless leichter, die präzisen Töne zu erwischen, da diese ja möglichst auf einer

Linie liegen sollten. Je dicker die Saiten (und höher die Spannung), desto steifer sind sie. Die Amplitude der Schwingung beginnt also

nicht immer unmittelbar an den Auflagepunkten der Saite (Nut and Bridge).

 

Je dicker die Saite, desto weiter vom Auflagepunkt entfernt kann sich die Schwingung erst entfalten. Profis drücken die neuen Saiten

deshalb einmal direkt am Sattel und der Brücke, um die Steifheit etwas zu entschärfen und verbessern außerdem damit die Saitenlage.

An der verstellbaren Brücke läßt sich das unterschiedliche Schwingungsverhalten und die Tonerhöhung durch das schlichte Drücken

der Saiten aber schon einmal grundsätzlich ausgleichen.

Da beim Bundlosen naturgemäß keine Bundstäbchen vorhanden sind, ist es mühsamer als beim Bundbass, die Kontrollpunkte für

die Einstellung zu finden (halbe freischwingende Saitenlänge/ 12. Bund).

 

Oldies but Goldies gilt mit Sicherheit für diesen Tokai Bass. Preislich muss man sich bei älteren Jahrgängen je nach Zustand

auf 500 bis 750 Euros einstellen. Wer so einen für gut und gerne 300 Euros erwischt, hat Schwein gehabt.

 

Viel Spaß beim Einstellen!

 

 

 

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