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  •  Esaite-Berichte: Hamer XT Series Sunburst Archtop

 

 

 

Wir zeigen eine Hamer Sunburst Archtop ohne "Sunburst", dafür in dark cherry (flametop) mit Tremolo aus asiatischer Fertigung. Das Tremolosystem

stammt aus dem Hause Wilkinson und scheint dem auf einigen Framusgitarren zu entsprechen. Stahlblock und Stahlsaitenreiter sind selbstverständlich.

Die Funktion ist trotz Back Locking Tuners noch eingeschränkt, da einige Saiten leider im Sattel klemmen und für deutliche Verstimmung sorgen.

Da muss man sich drum kümmern und kann das angehen, wenn man die Sattelschlitze sowieso noch ein klein wenig tiefer kerbt, damit es in den

ersten Lagen bequemer und spielerischer vonstatten gehen kann. Das Gewicht ist wirklich komfortabel, weil wir nur 3,47 kg auf die Waage bekommen.

 

 

 

 

Hier oben im Bild zwei ungleiche Schwestern: PRS SE 245 zusammen mit HAMER SB AT Trem Gitarre. Hölzerner Hauptbestandteil Mahagoni.

Eine Wölbung der Decke ist beiden zu eigen. Die Hamer verfügt über Duncan Design Humbucker. Der Neck Tonabnehmer widersteht der

Spannung mit 7,5 kOhm. Beim Bridge Pickup kommt das Messgeräte auf bald schon krasse 16,6 kOhm, die allerdings genügend Durchsichtigkeit

sowie Höhendarstellung zu bieten haben, so dass er nicht nur für das fette Rockbrett optimiert zu sein scheint, sondern auch den Cleanbetrieb

in angenehmer Weise umzusetzen versteht. Die SE 245 ist dabei aber insgesamt vergleichsweise etwas perliger und offener.

.

 

 

 

 

 

Die Kopfplatte wurde angesetzt. Am Rand erreicht die Korpusstärke 42 mm, wobei sie am Halsansatz bis auf 52 mm ansteigt. Die Tuners

sind in der Klemmvariante ausgeführt, was aber vorerst nichts hilft, wenn die Saiten im Sattel kein freies Spiel haben. Direkt von der

Stange so eigentlich nicht spielbar, wegen andauernder Verstimmung - schade. Die Sattelbreite liegt bei 42 mm. Die Halsbreite

schafft es am 12. Bund auf 52 mm. Wenn wir schon beim Hals sind, können wir auch gleich die Dicke messen. Am 1. Bund sind

es 22 mm und auf 23,3 mm kommen wir am 12. Bund. Insgesamt nicht zu dick oder zu dünn bei eher geringerer Breite.

Ein angenehm zu spielender Hals, der weniger kräftig als bei der PRS SE 245 ausfällt, aber kein dünnes Brettchen ist.

 

 

 

 

Die Stahlbasis der Tremolos erzeugt eine satte knackige Klangübertragung mit leicher Kompression und löst das Höhenspektrum anders auf

als das Alu-Stoptail-Piece bei der SE 245. Beide Metalle gesellen sich gern zum mittenreichen Mahagoni, das die Basis für den Grundklang ist.

Mit Messing und Zinkguss erzielt man dann schon eine etwas andere Ausrichtung. Denken wir jetzt noch über die Vielzahl der Mahagoni-Arten

nach, werden wir uns ganz schnell in Fachsimpelei und Mutmaßungen verlieren, die vielleicht mal doch eher an eine andere Stelle gehören.

Die Hamer kann was sie soll: Vernünftige ansprechende Cleansounds, sowohl kreischendes als auch sahniges Rockbrett mit sehr gutem Handling.

 

 

 

 

Von den symbolisch 100 erreichten Punkten muss noch ein zweiter abgezogen werden. Die Andruckfeder für den Saitenreiter der tiefen E-Saite

musste entnommen werden, da sonst die Intonation nicht ausreichend gut eingestellt werden konnte. Eigentlich sollte die Saitenlänge noch etwas verlängert werden. Man könnte aber eine dünnere Saite aufziehen, um das auszugleichen. Momentan geht der Satz von 10 bis 46, was manchen schon

zu dick ist. Gerade kommt es mir noch in die Rübe: Das Stringspacing an der Brücke macht 52,5 mm aus. Also von Saite zu Saite 10,5 mm.

 

 

 

 

 

 

Sie kommt nicht aus China, sondern aus Indonesien und rangierte in der Preisklasse um die 500 Euro. Als Restposten hatten sie einige

Händler mit nur knapp über 300 Euro gelistet. Das wäre im Vergleich zur PRS SE 245 doch einiges günstiger. Dabei sind die Unterschiede

eher eine Frage des Verwendungszweckes und damit in erster Linie wie so oft des persönlichen Geschmacks. Format und Gewicht

werden sich an jüngere und u.U. kleiner gewachsene Personen richten, die mit der Hamer ein ausgezeichnetes Werkzeug erhalten.

Das heißt nicht, dass nicht große Kerle (und Madames) diesen Brat-Maxe und seine unbestrittenen Vorzüge zu schätzen wissen.

  

 

 

 

Wie das dann immer so passiert. Soeben bekommen wir eine Hamer Sunburst US-Version in die Hände. Dropped-D mit ultradicken Saiten.

Das Ganze wird hauptsächlich am Mesa Recitifier als Riff-Maschine betrieben. Einen dünnen Hals hat sie, obwohl der Besitzer ein großer

Bursche ist, dem man das so nicht zutraut. Er sagt aber, das wäre reine Gewohnheit. Erstaunlicherweise sind die Pickups nicht justiert.

 

Das ist super. Gleich können wir den Vorher-/Nachhervergleich demonstrieren. Wir ernten einen erstaunten Gesichtsausdruck.

Da war eine Höhendifferenz von 2 mm an der Brücke. Über den Neckpickup sagen wir mal gleich gar nix. Ergebnis: Mittenzuwachs bei

gesteigerter Power. Dazu zunehmende Direktheit mit reaktivem Saitenfeedback oder unendliches Sustain, wie manche sagen würden.

2 mm machen hier eine Riesenunterschied. Wenn's in die richtige Richtung geht, dann deutlich zum Vorteil des Spielers und seinen

Ausdrucksmöglichkeiten.

 

 

 

 

Ja, welche ist denn nun die bessere Hamer? Keine Ahnung. Such dir 'ne hübsche Farbe aus. Ist die Gitarre nicht eingestellt, ist es egal,

wie teuer sie war oder woher sie kam. Vielleicht sind die US-Pickups um 2,5 % besser, vielleicht auch schlechter! Okay, Spaß muss sein.

Meines Wissens wurden die alten Jahrgänge mit DiMarzio PUs bestückt und wirken im oberen Frequenzbereich leider oft leicht bedeckt.

Mit dem folgenden Link geht es übrigens zu einer Hamer Special P90 US. Verabschieden von falschen Vorstellungen und Vorurteilen hilft

gelegentlich. Im Übrigen sind sie ja ansonsten "wertvoll", weil identitätsstiftend. Den Rest macht der Gitarrenbauer oder sonstwer vom Fach.

 

 

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