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  •  Esaite-Berichte: Hamer XT Series Sunburst Archtop, Hamer Special Junior XT P90 , Hamer Monaco XT FR

 

 

 

Wir zeigen eine Hamer Sunburst Archtop ohne "Sunburst", dafür in dark cherry (flametop) mit Tremolo aus asiatischer Fertigung. Das Tremolosystem

stammt aus dem Hause Wilkinson und scheint dem auf einigen Framusgitarren zu entsprechen. Stahlblock und Stahlsaitenreiter sind selbstverständlich.

Die Funktion ist trotz Back Locking Tuners noch eingeschränkt, da einige Saiten leider im Sattel klemmen und für deutliche Verstimmung sorgen.

Da muss man sich drum kümmern und kann das angehen, wenn man die Sattelschlitze sowieso noch ein klein wenig tiefer kerbt, damit es in den

ersten Lagen bequemer und spielerischer vonstatten gehen kann. Das Gewicht ist wirklich komfortabel, weil wir nur 3,47 kg auf die Waage bekommen.

 

 

 

 

Hier oben im Bild zwei ungleiche Schwestern: PRS SE 245 zusammen mit HAMER SB AT Trem Gitarre. Hölzerner Hauptbestandteil Mahagoni.

Eine Wölbung der Decke ist beiden zu eigen. Die Hamer verfügt über Duncan Design Humbucker. Der Neck Tonabnehmer widersteht der

Spannung mit 7,5 kOhm. Beim Bridge Pickup kommt das Messgeräte auf bald schon krasse 16,6 kOhm, die allerdings genügend Durchsichtigkeit

sowie Höhendarstellung zu bieten haben, so dass er nicht nur für das fette Rockbrett optimiert zu sein scheint, sondern auch den Cleanbetrieb

in angenehmer Weise umzusetzen versteht. Die SE 245 ist dabei aber insgesamt vergleichsweise etwas perliger und offener.

.

 

 

 

 

 

Die Kopfplatte wurde angesetzt. Am Rand erreicht die Korpusstärke 42 mm, wobei sie am Halsansatz bis auf 52 mm ansteigt. Die Tuners

sind in der Klemmvariante ausgeführt, was aber vorerst nichts hilft, wenn die Saiten im Sattel kein freies Spiel haben. Direkt von der

Stange so eigentlich nicht spielbar, wegen andauernder Verstimmung - schade. Die Sattelbreite liegt bei 42 mm. Die Halsbreite

schafft es am 12. Bund auf 52 mm. Wenn wir schon beim Hals sind, können wir auch gleich die Dicke messen. Am 1. Bund sind

es 22 mm und auf 23,3 mm kommen wir am 12. Bund. Insgesamt nicht zu dick oder zu dünn bei eher geringerer Breite.

Ein angenehm zu spielender Hals, der weniger kräftig als bei der PRS SE 245 ausfällt, aber kein dünnes Brettchen ist.

 

 

 

 

Die Stahlbasis der Tremolos erzeugt eine satte knackige Klangübertragung mit leicher Kompression und löst das Höhenspektrum anders auf

als das Alu-Stoptail-Piece bei der SE 245. Beide Metalle gesellen sich gern zum mittenreichen Mahagoni, das die Basis für den Grundklang ist.

Mit Messing und Zinkguss erzielt man dann schon eine etwas andere Ausrichtung. Denken wir jetzt noch über die Vielzahl der Mahagoni-Arten

nach, werden wir uns ganz schnell in Fachsimpelei und Mutmaßungen verlieren, die vielleicht mal doch eher an eine andere Stelle gehören.

Die Hamer kann was sie soll: Vernünftige ansprechende Cleansounds, sowohl kreischendes als auch sahniges Rockbrett mit sehr gutem Handling.

 

 

 

 

Von den symbolisch 100 erreichten Punkten muss noch ein zweiter abgezogen werden. Die Andruckfeder für den Saitenreiter der tiefen E-Saite

musste entnommen werden, da sonst die Intonation nicht ausreichend gut eingestellt werden konnte. Eigentlich sollte die Saitenlänge noch etwas verlängert werden. Man könnte aber eine dünnere Saite aufziehen, um das auszugleichen. Momentan geht der Satz von 10 bis 46, was manchen schon

zu dick ist. Gerade kommt es mir noch in die Rübe: Das Stringspacing an der Brücke macht 52,5 mm aus. Also von Saite zu Saite 10,5 mm.

 

 

 

 

 

 

Sie kommt nicht aus China, sondern aus Indonesien und rangierte in der Preisklasse um die 500 Euro. Als Restposten hatten sie einige

Händler mit nur knapp über 300 Euro gelistet. Das wäre im Vergleich zur PRS SE 245 doch einiges günstiger. Dabei sind die Unterschiede

eher eine Frage des Verwendungszweckes und damit in erster Linie wie so oft des persönlichen Geschmacks. Format und Gewicht

werden sich an jüngere und u.U. kleiner gewachsene Personen richten, die mit der Hamer ein ausgezeichnetes Werkzeug erhalten.

Das heißt nicht, dass nicht große Kerle (und Madames) diesen Brat-Maxe und seine unbestrittenen Vorzüge zu schätzen wissen.

  

 

 

 

Wie das dann immer so passiert. Soeben bekommen wir eine Hamer Sunburst US-Version in die Hände. Dropped-D mit ultradicken Saiten.

Das Ganze wird hauptsächlich am Mesa Recitifier als Riff-Maschine betrieben. Einen dünnen Hals hat sie, obwohl der Besitzer ein großer

Bursche ist, dem man das so nicht zutraut. Er sagt aber, das wäre reine Gewohnheit. Erstaunlicherweise sind die Pickups nicht justiert.

 

Das ist super. Gleich können wir den Vorher-/Nachhervergleich demonstrieren. Wir ernten einen erstaunten Gesichtsausdruck.

Da war eine Höhendifferenz von 2 mm an der Brücke. Über den Neckpickup sagen wir mal gleich gar nix. Ergebnis: Mittenzuwachs bei

gesteigerter Power. Dazu zunehmende Direktheit mit reaktivem Saitenfeedback oder unendliches Sustain, wie manche sagen würden.

2 mm machen hier eine Riesenunterschied. Wenn's in die richtige Richtung geht, dann deutlich zum Vorteil des Spielers und seinen

Ausdrucksmöglichkeiten.

 

 

 

 

Ja, welche ist denn nun die bessere Hamer? Keine Ahnung. Such dir 'ne hübsche Farbe aus. Ist die Gitarre nicht eingestellt, ist es egal,

wie teuer sie war oder woher sie kam. Vielleicht sind die US-Pickups um 2,5 % besser, vielleicht auch schlechter! Okay, Spaß muss sein.

Meines Wissens wurden die alten Jahrgänge mit DiMarzio PUs bestückt und wirken im oberen Frequenzbereich leider oft leicht bedeckt.

Mit dem folgenden Link geht es übrigens zu einer Hamer Special P90 US. Verabschieden von falschen Vorstellungen und Vorurteilen hilft

gelegentlich. Im Übrigen sind sie ja ansonsten "wertvoll", weil identitätsstiftend. Den Rest macht der Gitarrenbauer oder sonstwer vom Fach.

 

 

 

 

 

Hamer Special Junior XT P90

 

 

 

 

Simplify your life. Das ist nun schon die Zweite von dieser Sorte, die uns über den Weg läuft. Höchste Zeit, sich darüber etwas auszulassen.

Eine Gitarre mit nur einem Tonabnehmer? Was kann das schon sein... Schnell ein neues Loch fräsen und einen Halspickup einbauen?

Tja, das haben wir dann mal bleiben gelassen. Die Special Junior kam mit 11er D'Addario Saiten und klang von Anfang an einfach gut:

Warm, voll und rund. Dazu wiegt sie auch nur 3,2 Kilogramm. Der Hals entspricht von den Maßen fast der oben gezeigten Sunburst Archtop.

 

Die Breite am Sattel liegt bei 42 mm. Am 12. Bund sind es 52,3 mm. Die Dicke am 1. Bund erreicht 21 mm und am 12. Bund 23 mm. Das

ist ein gutes Mittelmaß, mit dem man sich sofort wohlfühlt. Von mir aus könnte das noch etwas kräftiger ausfallen - muss aber nicht.

Der Hals besteht insgesamt aus 4 Teilen Holz: Halsfuß, angesetzte Kopfplatte, Griffbrett und natürlich der eigentliche Hals an sich.

 

 

 

 

 

 

In der großen Schublade fand sich noch ein Lollar P90 Pick Up. Den haben wir eingebaut und später auch drin gelassen. Als Reihenfolge bietet

sich an, erst im Elektronikfach den alten Hamer P90 abzulöten und danach die beiden Schrauben, die den Dog Ear Pick Up halten, herauszudrehen.

Das Volumen-Poti ist ein 500 kOhm-Typ mit linearem Widerstandsverlauf. Das empfiehlt sich auch sehr, damit reichlich Regelweg für ausreichend Klangvariation und Distortiondosierung vorhanden ist.

 

Am Hamer Pickup (kOhm 8,66)  gibt es nichts zu meckern. Das Bessere ist allerdings der Feind des Guten. Der Lollar P90 ist mit seinen kOhm 9,23

mimimal heißer und dabei sensibler, was Spielnuancen entgegenkommt. Vielleicht kann man sagen, dass er etwas weniger warm wirkt, aber dadurch

auch über mehr Twang verfügt. Was man - je nach dem - halt so sucht. Der Pick Up-Tausch ist jedenfalls eine handwerkliche Lachnummer.

Einfacher geht es nun wirklich nicht.

 

 

 

 

 

 

Aber sicher: die Hardward wurde "aufgerüstet", ganz friedfertig natürlich. Das Stop Tail Piece wurde gegen ein federleichtes Alu-Teil ersetzt.

Die Brücke kommt jetzt von TonePros. Mit den Madenschrauben wird die Konnektivität zu den Standbolzen (Höhenverstellung) hin verbessert.

Hier finden wir oft Fertigungstoleranzen, die einen Wackeldackel erzeugen. Auch die Gewinde haben meist zu viel Spiel und sorgen für Schlackern.

Das sind alles Punkte für möglichen Verlust von Schwingungsenergie und führen eher zu einem Mangel an Sustain (Länge des Saitenausklangs).

Zudem leiden oft Klarheit sowie Definition im Klang. Das muss nicht so bleiben. Ob nun Country oder Funk, Zinkguss wäre isoliert bertrachtet

dafür nicht so geeignet.

 

 

 

 

 

 

Der Body besteht aus 3 Planken von einer üblichen 45 mm - Stärke. Also ein schmaler Centerblock mit zwei Wings, wenn man denn so will. Die Gurt-

halter haben wir getauscht. Diesmal keine Gotoh Deluxe 17 mm End Pins, die bei uns zur Standardempfehlung gehören, sondern neuerdings 2 Saitenniederhalter für Bässe, bei denen wir die Bohrung erweitert haben, damit eine dickere Schraube hindurch passt. Das erinnert ja wohl den

einen oder anderen sicherlich etwas an PRS - richtig. 

 

 

 

 

 

 

Der Plastiksattel ist schlichter Natur, aber vorerst durchaus in Ordnung. Die lautstärkebezogene Saitenbalance ist übrigens nur durch die Polepieces

einstellbar, was hier bisher nicht notwendig war. Mittlerweile spielen wir nicht mehr den dicken 11er-Satz, sondern 10-46 Saiten von Dunlop, was sich

bei kleinen Licks (Pull Offs/Tapping/Bending) zwischen den Akkorden hilfreich auswirkt. Die Saitenlage ist einfach justierbar und entspricht nunmehr unseren Vorstellungen.

 

Scharfe Bundenden haben wir nicht zu beklagen. Will man weniger Knack oder Biss im Klang, regelt man Volumen und Tone jeweils auf "6 bis 7"

ohne dass es muffig wird. Mit entscheidend für die Klanggestaltung ist natürlich der Anschlagspunkt und die Wahl zwischen Plektrum und Fingern.

Die Hamer Special verträgt sich auch gut mit einem vorgeschalteten Kompressor. Dass ein P90 schon mal brummt, ist ja hinlänglich bekannt.

Bereits ohne große Austauscherei von Teilen kann die Gitarre überzeugen und ist jetzt ein willkommenes Objekt für das persönliche Finetuning.

 

 

 

 

 

 

Wie immer gilt, dass nicht jede Gitarre an jedem Verstärker überzeugend klingt. Diese Erfahrung haben wir auch mit der Special gemacht.

Also sollte man sich unter Umständen nicht verschrecken lassen und das zu Gehör Gelangende nicht erstmal auf die Gitarre schieben. Ab und

an sind es ja die unpassenden oder alten Saiten, ein billiges Kabel oder ein ungünstiger Lautsprecher. Es nervt zwar manchmal, aber die Kette

der klangbeeinflussenden Einzelkomponenten, die zum erwünschten Endergebnis führen soll, ist nun meist länger als man zunächst denkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hamer XT Monaco Floyd Rose

 

 

 

 

Sommer und Ferienzeit neigen sich langsam dem Ende zu. Der Flora kann man dieses Jahr den Regenmangel in unseren Breiten teilweise immer noch ansehen. Mangel an Gitarren und Bässen ist hingegen nicht absehbar, so dass es Zeit wird, euch wieder einige Hintergrundinfos und Optimierungstipps angedeihen zu lassen. Nach einiger Unzufriedenheit bei der Einstellung und Verwendung von Standardvibratos (Tremolos), sind wir mal das Thema Floyd

Rose mit Klemmsattel angegangen.

 

Praktisch haben wir uns auf eine Hamer Monaco FR aus der XT Serie gestürzt (Indonesien). Sie ist gut ein Pfund schwerer als die oben gezeigte Sunburst Archtop und belastet die Waage daher mit rund 4 Kilogramm. Vielleicht beruht das auf mehr Masse, dem Gewicht des Tremolos und der Single Cut Form.

Dabei haben wir aber auch eine ausgefräste rückseitige Federkammer. Naja, ein halbes Kilo macht sich schon bemerkbar, bewegt sich für die Schulter nach wie vor im üblichen angenehmen tragbaren Rahmen.

 

Nicht nur für akustische Divebombs eignet sich die Konstruktion. Allerdings sollte der Klemmsattel wirklich festgedreht werden, auf das Risiko, dass

eventuell eine der dünneren Saiten wegbricht. Unwillkürlich taucht da im Hinterkopf Michael Lee Firkins auf - okay, das ist lange her. Schöne vibratöse

Verzierungen auf höchstem Niveau finden sich natürlich auch bei Steve Vai, Greg Howe (Maragold), Holdsworth, Gambale und einigen anderen Gesichtern,

die gerade vor meinem inneren Auge auftauchen. Die Liste ist in der Tat recht lang und einige Namen wollen gerade nicht über die Lippen bzw. in die

Tasten kommen. Das macht ja nichts, da den Geeks schon klar ist, worum es geht. Na, heute schon 3 Stunden Klampfe geübt?

 

 

 

 

 

 

Die Gitarre kam nicht besonders gut eingestellt in unsere Hände. Das Floyd Rose war auf der Bassseite deutlich zu hoch justiert. Die Intonation stellte

sich zudem jenseits von gut und böse dar. Die Einstellerei kostet einen eine gute Stunde Zeit. Ach, und das Gigbag ist eins von diesen dünnen Dingern, die gerade mal den Staub abhalten. Mal sehen, vielleicht besorgen wir uns gelegentlich ein Premium Gig Bag von Gator. Das passende Modell liegt preislich bei knapp EUR 100. Gut sind auch die Taschen von PRS und Hagstrom. Meist ist es ja nur eine Nylonhaut, Schaumstoff, etwas Flausch und ein Reissverschluss. Mindestens 20 mm Schaum pro Seite machen Sinn. Weniger sollte es dann bitte nicht sein.

 

Ein bis zwei Aussentaschen für Zeug werden auch gerne genommen. Ob Tragegurte so toll sind, werden Rad- und Bahnfahrer sicherlich bejahen. Dann ist noch auf das Gewicht zu achten. Stabilität schlägt sich gelegentlich auch auf diese Weise nieder. Wenn die Tasche/Softcase so viel wie das Instrument wiegt, könnte man gleich zu einem Koffer greifen. Die lassen sich meist schön stapeln. Ordendliche Taschen kann man, wenn die Marke und Farbe nicht im Vordergrund steht, bereits auch für entspannte 35 EUR bekommen. Was geht zuerst kaputt? Zu gern der Reissverschluss. Auch der Haltegriff und die Rückengurte sind meist auf Dauer gesehen nicht ausreichend stabil mit der Tasche vernäht. Irgendwas ist ja immer.

 

 

 

 

 

 

Sie heißt nicht Archtop, verfügt aber über eine derartige Oberseite. An der Kante haben wir die Plattenstärke mit 45 mm gemessen. Am Halsansatz

werden es dann gute 56 mm an Korpusdicke. Der Hals bietet eine "harmlose" Stärke von nur 20,3 mm am 1. Bund (Sattelbreite 42 mm). Am 12. Bund

finden wir ein bald vintageartiges Knüppelformat mit einer Halsdicke von 24,5 mm (Halsbreite 53 mm). Das eher D-förmige Profil beginnt also

bequem und unterdurchschnittlich stark, erweitert sich dann aber zunehmend deutlich.

 

 

 

 

Die Sunburst und Monaco sind recht unterschiedliche Gitarren. Erstere wirkt insgesamt ausgeglichen und warm im Ton. Ihre Bespielbarkeit ist dazu

sehr bequem. Die Monaco bietet klanglich mehr Draht und obere Mitten. Dabei sind die Hamer Pickups mit moderaten Widerstandswerten gewickelt.

Der Bridge PU erreicht 9,2 kOhm. Am Hals sind 8,0 kOhm zu messen. Ein Ausprobieren anderer Tonabnehmer ist derzeit nicht angedacht.

 

Der Unterschied zu den Duncan Designed ist eindeutig vernehmbar. Wie immer liegt der Unterschied in der Differenz  - oh Gott, ist das schlecht...

Aber mal im Ernst: die mit dem Namen Hamer gelabelten Pickups gefallen mir momentan besser als die lizenzsierten Duncan-Nachbauten.

Sicherlich ist es die gesamte Kombination der Teile, die das ansprechende Ergebnis generiert, wobei der eine oder andere Aspekt natürlich auch

dominanter Natur sein kann.

 

Die Bespielbarkeit verlangt bereits etwas Erfahrung für die Bewältigung des stärkeren Profils mit den breiten und hohen Bundstäbchen. Entsprechend geräumiger ist das Stringspacing an der Brücke mit rund 54 mm. Mit der Sunburst wird eigentlich jeder Anfänger glücklich, während die Monaco in der Ausstattungsvariante mit dem Floyd Rose - Trem eher die dann doch fortgeschrittenen Spieler begeistern könnte. Wer das fernöstliche Lizenz-Trem

gegen das US-Original tauschen will, kann mal 300 EUR einplanen. Interessanter sieht es bei dem Schaller-Äquivalent für immerhin 200 EUR aus.

Bisher finden wir allerdings keinen Anlaß, ein Upgrade in Betracht zu ziehen.

 

 

 

 

 

 

Wer mit der Monaco FR liebäugelt, sollte sich im klaren sein, dass ein Saitenwechsel zeitintensiv ist. Dazu ist die Einstellung der Intonation leider etwas

für die Fachfrau oder den Fachmann. Das gestaltet sich ziemlich fummelig, aber ist ja meistens eine einmalige Angelegenheit. Man bedenke, dass diese

Monaco nicht für jede Spielweise optimal ist. Zieht man eine Saite, geht die Stimmung aller anderen direkt in den Keller. Wie im richtigen Leben: Alles

wirkt auf alles. Möglichst nicht sofort hektisch werden, sondern abwarten, dass sich das System wieder selbst in seine voreingestellte Balance ausrichtet.

 

Trotzdem finde ich diese Monaco ganz ausgezeichnet. Obwohl Hamer mit ihr die Heavy-Fraktion anpeilt, sind die Cleangeschichten überhaupt nicht von

schlechten Eltern. Preislich kommt man auf dem Gebrauchtmarkt auf rund EUR 250, was für das Gebotene unverschämt günstig erscheint. Blueser und

Classic-Rock-Fans liegen nach meinem Eindruck bei der Sunburst richtig, während die Monaco FR etwas Sinnvolles für fusionartige Mucke (Old School

Metal, Jazzrock, Funk) darstellt.

 

In diesem Sinne viel Spaß bei der Suche nach einer ... ach, was weiß ich, was ihr gerade dringend braucht? Übrigens, wurde die Firma Hamer ja von

Kaman übernommen, die mittlerweile zu Fender gehört. Seit einer Weile gibt es wohl nur die Fernostmodelle und nichts aus den Staaten. Aktuell wird

die XT Monaco Special "K" (Korina/P90) und die alte neu aufgelegte klassische flattop Sunburst beworben. Nach den noch frischen gefundenen Demo-

Videos bei einem Preis von 699 USD wirklich interessant.

 

 

 

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