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  •     Esaite-Berichte: PRS SE SOAPBAR II mit DiMarzios / Diverse PRS SE Modelle mit PU-Optimierung

 

 

PRS SE SOAPBAR II

PRS SE SOAPBAR II

 

 

Unverhofft kommt oft! Das konnte ich als Teenager schon bei Donald Duck lesen.


Auf diese Weise ist mir jedenfalls vor nicht allzu langer Zeit eine weiße koreanische Paul Reed Smith Gitarre zugeflogen. Ein guter Freund brachte sie mit in den Proberaum, fand sie nicht so toll, und schwupps war die Gute aus der Student Edition Serie meine.


Mehrere Wochen probierte ich mit ihr herum und war immer mehr vom Wide Fat Hals Profil begeistert. Auch die Intonation ließ sich mit der Wrap Around Alu Bridge unproblematisch und gut einstellen.
Was im Vergleich zu anderen Gitarren noch auffällig war, ist der volle warme Ton, den die P90-Pickups (Soapbars) in den Verstärker transportieren.


Der Output scheint etwas höher als sonst gewohnt und wirkt daher ein wenig aufgeblasen „hochvolumig“, wie ich das so laienhaft nenne. Das fällt zunächst beim privaten Üben zuhause oder in kleiner Runde nicht besonders auf und man freut sich über den wunderbar bluesigen Hals-Pickup. Klar, und der Steg-Pickup rockt.


Sobald Drums und Bass hinzukommen, lässt es sich nicht leugnen: Da fehlt doch irgendwas!
Strat und Tele setzen sich immer durch. Gleichfalls keine Probleme mit einer Hamer Special, Reverend Double Agent, Gibson ES-135 und Epiphone Zephyr Blues. Was im Bandkontext spürbar wurde, ist nun einmal, dass ein gewisses Maß an Durchsetzungsfähigkeit (Druck) fehlt. Das erging einem Freund mit seiner PRS SE Custom Semi-Hollow P-90 überraschend ähnlich.

 

Da alles andere für mich an dieser Gitarre wirklich stimmt, habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative für die Tonabnehmer gemacht. Um mehr Knack in den Ton zu bekommen, habe ich den Bridge Pickup getauscht.

 

 

PRS SE SOAPBAR II Virtual P90

PRS SE SOAPBAR II P-90 Super Distortion

 

 

Im ersten Schritt habe ich also an der Brücke einen DiMarzio Virtual P-90 eingesetzt. Das war schon mal die richtige Richtung. Die Balance mit dem originalen Hals Pickup stimmte aber nicht, da der Virtual P-90 zu leise ist. Man konnte aber schon mehr Definition, Klarheit und Attack hören.


Alles gut wurde, als ich den Virtual P-90 in die Halsposition setzte und an den Steg einen DiMarzio P-90 Super Distortion packte.

Keine Angst der Super Distortion funktioniert auch im Cleanbetrieb hervorragend. Der Zerrmodus ist wie der Produktname dezent andeutet

in der Tat super! Beide Pickups zusammen sind für Rhythmus wunderbar glockig. P-90-Sound ohne Brummen, weil wir hier keine klassischen großen Singlecoils mehr haben, sondern humbucking Double Coils verwendet werden. Deshalb ja auch das „Virtual“.

 

Für den interessierten Leser hier noch Fotos, die meine favorisierte Höheneinstellung der Tonabnehmer dokumertieren. Einmal links die Ansicht

von den Bass-Saiten her und dann noch rechts die Perspektive mit den Diskantsaiten.

 


PRS SE SOAPBAR II Virtual P90

PRS SE SOAPBAR II P-90 Super Distortion

 

 

Hier in der Kurzversion Herstellerangaben von DiMarzio zu den eingebauten Pickups: 

 

 

 
P-90 Super Distortion:

13,5 kOhm Gleichstrom-Widerstand
Keramik-Magnet
Treble 5, Mids 7,5, Bass 8
Meine Empfehlung für die Bridgeposition

 

Virtual P-90: 9,14 kOhm Gleichstrom-Widerstand
Keramik-Magnet
Treble 6, Mids 5,5, Bass 5
Meine Empfehlung für die Neckpositon

 

 

Wirklich, bevor Ihr lange mit Euch hadert und dann schlußendlich von Eurer PRS SE mit P-90 trennt, probiert die DiMarzios!

Was noch geschah: Eben erst habe ich es noch auf den Bilder gesehen: Ja, die Tuners habe ich gegen Grover Mechaniken getauscht.

Muss nicht sein, gefällt mir aber. Ich bilde mir ein, dass Stimmverhalten ist dadurch etwas besser geworden ...

 

Durch eine kleine kosmetische Behandlung ist die Soapbar II in 2014 in Richtung weiß getrimmt: Knobs und Toggletip wurden getauscht.

Dazu kamen Neon Strings von DR - alles reine Geschmacksache, aber die PRS SE kann man halt mit geringem Aufwand personalisieren.

Weiße Kappen für die Pickups waren leider nicht zu haben. Vielleicht wäre das aber auch too much... Eigentlich war sie schon vorher hübsch.

 

 

 

 

Die Neon Strings von DR klingen durch die Beschichtung wie Halfrounds und sind nicht so für meinen Einsatzbereich geeignet.

Sound geht halt vor Optik. Daher werden sie bei nächster Gelegenheit getauscht.

 

 

 

 

C h a n g e,  C h a n g e,  C h a n g e

 

Wir haben im Laufe der Zeit natürlich auch andere Pickups in koreanischen PRS SEs probiert. Dazu im Folgenden einige

möglicherweise hilfreiche Anmerkungen.

 

 


 

In  der obigen Bilderleiste zeigen wir eine PRS SE Custom Semi Hollow. Die reguläre Austattung kommt mit Zebra-Pickups und cremefarbenen Rähmchen. Wir haben für die Optik die Plastikrahmen gegen welche aus verchromten Metall gewechselt und schwarze PRS Pickups eingebaut.

 

Hierbei raten wir zur Vorsicht, weil man unter Umständen nämlich ungelabelte Tonabnehmer bekommt, die eben wohl nicht von G&B Pickups aus Korea stammen. Die oben gezeigten schwarzen Pickups wurden als orignale PRS SE PUs verkauft, sind auf der Bodenplatte aber nicht wie man es kennt

entsprechend vom Hersteller gestanzt.

Die Schwarzen klingen schicht gesagt minderwertig, nichtssagen, die reine Enttäuschung! So kommt es, dass die ursprüngichen Zebras mit

Chromkappen versehen wurden und ihren alten Platz wieder eingenommen haben. Abgesehen von individuellen Sonderwünschen gibt es an denen

ohnehin nichts zu meckern.

 

 

  

 

In  der obigen Bilderleiste zeigen wir eine PRS SE Custom Semi Hollow P90.

Bei dieser Gitarre waren wir höchst aktiv. Original ist sie mit cremefarbenen Soapbars ausgestattet, die umfeldabhängig

gute Ergebnisse abliefern können , aber insgesamt nicht so ganz nach unserem Geschmack sind (s.o. Thema "Druck").

 

Phase 1 zeigt am Steg einen für unsere Zwecke bewährten Dimarzio Super Distortion gepaart mit einem Seymour Duncan

Vintage Mini-Humbucker (SM-1n). Kann man machen - muss man nicht.

 

 

 

 

Phase 2 zeigt ein Pärchen TroneBuckers von Häussel. Über Acys Guitar Lounge AGL fanden wir hervorragende Demo-Clips dieser Pickups im

Humbucker-Vollformat in einer Tokai LS95F. Rund 250,-- EUR darf man sich das Vergnügen dann kosten lassen. Klanglich an Gretsch und

TV Jones orientiert, dürfte grundsätzlich klar sein, was einen erwartet.

 

Entwickler ist Holger Diepold (Inhaber AGL), Johannesberg. Leider ist diese Gitarre nicht in der Lage, die Qualitäten der exclusiven Tonabnehmer angemessen umzusetzen. Vielleicht sind 255er Breitreifen für einen Fiat Panda nicht so die richtige Wahl?

 

 

 

 

Phase 3 ist nun auch schon das Ende dieser kleinen Odyssee. Schlappe 104,-- Euros muss man dagegen nur für ein Pärchen Tonerider Hot 90

auf den Tisch des Hauses knallen. Bereits die Sets von Tonerider für Telecaster wussten ganz klar zu überzeugen, so dass ich diese Option eh im

Hinterkopf hatte und zuerst dachte, diese Pickups in eine Gibson ES 135 zu quetschen. Das unterblieb aber zugunsten dieser PRS SE.

Die Formulierung "Tja, was soll ich sagen?" deutet eventuell für den einen oder anderen mehr als dezent an, was sich nun eben in diesem Versuch zeigt:

 

Volle Punktzahl erreicht, wäre ja einfach zu schön. Ja, leider läßt es sich nicht übersehen, dass die fabrikneuen Kappen der Tonabnehmer

bereits dämliche Kratzer aufweisen. So scheint es in der Herstellung derselben Problemchen zu geben.

Dagegen bringt der Sound der Tonwandler große Zufriedenheit. Das eher neutrale Klangverhalten dieser PRS bekommt mit diesen Pickups

die dringend gewünschte Farbe. Was hier also preislich ein Weniger ist, ergibt zu allen anderen Kandidaten im Vergleich klanglich ein Mehr.

 

An dieser Stelle drängt sich noch der Gedanke auf, dass diese und andere leichtgewichtige Semi Hollows ihre eigenen Bedürfnisse

zu haben scheinen, und was hier in der Kombination für mich nicht überzeugend wirkt, in einer Solidbody schieres Glück bewirken kann.

Also, keine voreiligen Schlüsse ziehen...

 

 

 

 

 

 

 

 

P R S   U S   P i c k u p s

 

Ein befreundeter Gitarrenlehrer kam letzte Woche vorbei, weil er sich zwei Pickups aus US-Fertigung für seine PRS SE Singlecut Trem

an Land gezogen hatte. Aufgrund eines gewissen Zutrauens wandte er sich an mich, um den Job für ihn zu erledigen.

Die standardmäßig verbauten koreanischen G&B Pickups liegen mit den Widerstandswerte über denen der Spulen aus Amerika.

  

 

 

 

Der original Stegtonabnehmer wartet mit stolzen 10 kOhm und der Halspickup mit nicht ganz 9,5 kOhm (9,28) auf.

Schön mittig warm mit früher Zerrung - also bluesig-rockig.

 

 

 

 

Der Dragon Bass (Neck) schafft es nicht ganz auf 8 kOhm (7,89), während der Archtop Treble (Bridge) so circa 7,3 kOhm abliefert.

Ich muss nochmal meine Notizen dazu durchsehen, falls ich mich täuschen sollte. So, ich habe die Werte noch etwas genauer.

Der Austausch ist prinzipiell simple. Aber beim Dragon Bass hat man es mit 4 Kabeln zu tun. Von daher ist es sinnvoll

das Ganze einmal durchzumessen. Eine Strippe wird hier nicht verwendet, da ein Singlecoilabgriff nicht vorgesehen ist.

Die Pickupschrauben passen zum Glück auch für die neuen Pickups.

 

 

 

 

Die Gitarre verfügt als Upgrade über Kluson Toplocking Tuners, die 1 : 1 auf die Kopfplatte und deren Löcher passen. Diese hinterlassen

einen guten Eindruck, auch wenn ich mehr für Backlocking bin, was eben ohne Zuhilfenahme einer Münze oder Schraubendreher klemmt.

 

Mir gefällt der Stegtonabnehmer aus amerikanischer Fertigung auf Anhieb. Etwas dünner und nicht so viele Mitten. Dafür hat er halt mehr

Transparenz und eine schöne Einfärbung - sehr gut, nichts zu meckern, kann so bleiben.

Der Dragon am Hals kommt recht fett und wie sein Name meinen könnte mit viel Bass. Mir selbst ist das deutlich zu viel des Guten.

Ein klein wenig läßt sich das angleichen, indem man ihn nicht zu dicht unter die Saiten schraubt und die Seite für die tiefen Saiten

noch weiter herunternimmt.

Der Besitzer dieser PRS SE allerdings spielt vorwiegend Jazz und bevorzugt nun den Dragon Pickup für akzentuierteres Spiel.

Das sei vielleicht auch einer anderen Verstärkung und individuellen Spiel- und Hörgewohnheiten geschuldet.

Insgesamt eine gute Aktion und Empfehlung. Zeitlich ein Aufwand von rund einer Stunde. Justage von Hals und Tremolo mit frischen

Saiten dauert dann nochmals dazu rund 1,5 Stunden.

 

 

 

 

 

 

S e y m o u r   D u n c a n s   P U s

 

Eine Paul Reed Smith Student Edition Custom Semihollow (PRS SE made in Korea) muss sich erneut einen Pickup-Austausch gefallen lassen.

Aus dem riesigen Angebot von Seymour Duncan Pickups fiel die Wahl auf einen SH-2 Jazz Humbucker und den SHPG1B Pearly Gates.

 

   

 

 

Die originalen G&B Pickups sind lediglich mit Chromkappen versehen worden - dazu verchromte Kunststoff-Rähmchen. Wir entfernen die

Original PUs mit ihren Rahmen. Dann entfällt beim möglichen Wiedereinbau die Höheneinstellung, die für ein Topergebnis doch oft recht

zeitaufwändig ist.

 

 

 

 

Nicht ganz unwichtig: Die Polung der orignalen Pickups am Toggleswitch. Mit einer gelben Ummantelung wird das Kabel des Bridge PUs geliefert.

Darunter verbirgt sich das weisse heiße Kabel und ein schwarzes für den Masseanschluß.  Die Strippe beim Hals PU ist genauso aufgebaut.

Nur die Ummantelung ist aus weissem Plastik.

  

 

 

 

 

 

Die Widerstandswerte aller vier Tonabnehmer haben wir durchgemessen. Dabei kam folgendes heraus:

 

PRS SE  G&B Bridge          9,45 kOhm

PRS SE  G&B Neck            8,65 kOhm

SD  Pearly Gates Bridge   7,81 kOhm

SD  SH-2 Jazz Neck        7,27 kOhm

 

 

 

 

Am Anfang stand Neugier, keine Unzufriedenheit. Also zunächst die PRS SE clean ohne jede Zerrung in einen kleinen Transistorverstärker

einstöpseln. Angenehmstens transformieren die Pickups einzeln und kombiniert, was sie von mir als Saitenschwingung zur Verarbeitung bekommen.

Die Pickuphöhen sind bereits ziemlich optimal eingestellt, so dass keinerlei Unbehagen auftaucht - macht wirklich Spaß und schmeichelt dem Ohr.

 

Der nächste Gedanke ist, warum eigentlich tauschen? Gut, HiGain am Röhrenaggregat muss ich nochmal ausgiebig probieren.

Das Marshall JMP mit dem Preset Nummer 26 läßt bitten. Ein Alesis Quadraverb erweitert die Räumlichkeit mit Holmes Plate.

Da gibt es doch nichts zu nörgeln. Es geht saftig rund mit Biss zur Sache. Das schmatzt und glitzert vor lauter Obertönen.

 

Der Moment der Wahrheit für die Tonabnehmer von Duncan ist gekommen. Unverzerrt in der kleinen "Transe" wird das klangliche

Geschehen prägnanter, direkt und etwas härter bei geringerem Output. Die Bässe sind am Hals voll da, aber straffer.

Am der Brücke erscheinen geboostete Hochmitten und mehr Präsenzen. Alnico 2 Magneten sollen wie gealterte Alnico 5 klingen.

Es scheint, diese Vorstellung zahlt sich hier gerade mal nicht besonders aus. In der Mittelstellung des PU-Wahlschalters

tut sich nichts Überraschendes. Mit voller Verzerrung zaubert der Pearly Gates mehr Obertöne und bestes Sustain hervor.

Im Vergleich fehlt aber Power und die Saftigkeit des G&B Stegtonabnehmers - schade.

 

Es gibt übrigens auch noch eine PG-Version für Fender-Strats (Lone Star, Fat Strat). Diese verfügt über ein Paar Windungen

mehr auf den Spulen und AlNiCo 5 Magneten - und klingt in fenderstyle Gitarren auf Anhieb super.

 

Der "Jazz" ist deutlich dünner als der Original PU. Wenngleich seine Bässe keinerlei Tendenz zur Schwammigkeit aufweisen, so 

wirkt die Höhendarstellung insgesamt andersartig und für den Moment gewöhnungsbedürftig (AlNiCo 2).

Die G&Bs sind klar bluesiger mit reichhaltiger Wärme, die prima zur halbhohlen Konstruktion der Gitarre passt.

 

Interessanter Versuch. Die SD Pickups verschwinden wieder in ihren Plastikdosen und die Original PUs werden weiterhin

an dieser Stelle ihren Job machen. Die Duncans müssen in der grossen Schublade auf eine andere Gelegenheit warten.

Vermutlich wird das eine Solidbody sein, denn schlecht sind sie nicht, gehören aber nicht unbedingt hier her.

Als Tipp könnte man bei Gelegenheit von PRS die Mc Carty oder Archtop Pickups checken.

 

 

 

 

H ä u s s e l   T r o n b u c k e r s

 

Nun schon wieder die PRS SE Singlecut Trem mit neuen Pickups! Die Gitarre hat den Besitzer gewechselt und der neue will jetzt seine eigenen Vorstellungen realisieren...so verlassen uns die PRS US Pickups (siehe oben) und schwupps, kommt ein Paar Häussel Tronbuckers angeflogen.

Das ist eine Alternative zu Duesenbergs D-Trons, Fenders Fidelitrons, Gretschens originalen Filtertrons und den edlen TV Jones Versionen der Filtertrons. Glücklicherweise montagefreundlich gleich im Humbuckerformat.

 

 

 

 

Harrys Bonscher immer mit dabei! Wie war das früher beim Zahnarzt? "War doch nicht so schlimm, mien Jung? Hier haste 'n Lutscher -

auf  Wiedersehen"... Okay, so ist das in unserem Fall wohl nicht gemeint. Wir sehen beim Durchmessen auf jeden Fall diese Widerstände:

 

     Bridge   4,79 kOhm

     Neck     4,10  kOhm

     both      2,26 kOhm 

 

 

 

 

Die Tronbuckers bewegen sich preislich im Premiumsegment - Stück EUR 126,-, mein lieber Schwan. Immerhin sind eine leicht verständliche

Anleitung für die Beschaltung, Schräubchen, Gummihülsen statt Federn und ein Bonbon im schwarzen Zwirn mit dabei.

Konzept: Wenig Wicklungen (heller offener Klang) kombiniert mit kräftigen Magneten (Output) und runden Schraubköpfen.

Über das historisch korrekte Wickelmuster auf den Spulen und die Drahtstärke hab ich mir nun noch keine Gedanken gemacht.

 

 

 

 

Wie bei den koreanischen PRSs gewohnt: Saubere Ausfräsung mit Abschirmlack versehen. Wer mal bei den chinesischen Hagströms schauen mag,

merkt schnell, dass hier professioneller ans Werk gegangen wird. Keine unansehnlichen Überraschungen beim Aufschrauben.

 

Häussels im Standardbetrieb: Weiss und rot gehen unter Schrumpfschlauch zusammen. Grün und blank gehen zusammen hinten am Schalter an die Masse (hier dicke schwarze Verlängerung). Die schwarzen Strippen sind jeweils der heiße Draht und gehen vorne links und rechts außen an den Dreiwegschalter. Bei der Höheneinstellung der Pickups erstmal schön Abstand halten.

 

 

 

 

Kontext: Die SE Singlecut ist grundsätzlich eine Mahagoni-Gitarre (Body 3-teilig) . Diese wiegt rund 3,64 Kilogramm. Klanglich wirken sich aber hier noch die Ahorndecke (bis zu 12 mm) und das Tremolo aus. Unten sieht man das Fake-Binding. Zusammen mit dem dunkel eingefärbten Teil des Mapletops ist die Gesamtstärke ersichtlich. Klar, oben gibt es dann das anscheinend allseits beliebte geflammte Ahornfurnier. Das hab ich nun bei Hagström wirklich schon schöner gesehen (mehr Tiefe). Mapletop und Tremolo sorgen für Direktheit und Knack im Ton. Aufgeplusterte mulschige Mitten haben wenig Chancen ein Abgleiten in die Schwammigkeit zu bewirken.

 

 

 

 

Was kommt bei dieser Aktion am Ende rum? Die Original- PRS SE -Tonabnehmer passen grundsätzlich prima zur Gitarre - hier also nichts Neues.

Als einen der ersten Berichte hier auf der Esaite.de hatten wir ja schon einmal eine wirklich nette PRS SE Singlecut mit Stoptailpiece.

Der warme runde volle Sound ist vielseitig einsetzbar. Mit den PRS US Pickups werden die Mitten luftiger und das gesamte Geschehen direkter.

 

Jetzt mit den Häussels ist der Gretschweg eingeschlagen. Zur Offenheit kommt der vielzitierte bauchige Schmatz im Anschlag.

Wenn man den Daumennagel über die gedämpften Saiten zieht (rake), hört man aus dem Verstärker besonders gut die tonale Einfärbung der Pickups. Detail: Bei der klangbezogenen Einstellung der Pickups beeinflußt die Bass-Seite des Halspickups maßgeblich die Ausgewogenheit beider Pickups in der Mittelstellung des Dreiwegschalters. Hier lieber wie bei der Stratocaster tendeziell etwas mehr Abstand halten. Da geht es praktisch um

zwei bis drei halbe Drehungen mit dem Schraubenzieher. Tatsächlich bringen diese Pickups einiges an Singlecoil-Charakter mit ins Klangliche.

 

Was war noch? Der Sattel taugt nicht viel. Das Material ist zu weich und läßt sich nicht ordentlich bearbeiten. Die Saiten klemmen hier leider

beim Tremolieren. Ein Ersatzteil von Graph Tech Tusq soll helfen. Bleibt vorerst auch die Frage, wie ist es denn, wenn es laut wird? Wir berichten.

 

 

 

 

 L e t z t e   A u s b a u s t u f e  ? !

 

Bild 6 und 9 zeigen den Zustand des Originalsattels. Schwerst gelitten und kaum noch zu gebrauchen. Zumal ein weniger dezenter Einsatz

des Tremolos sich kaum erfreulich auf die gute Stimmung auswirkt. Dieser Situation haben sich vermutlich viele SE-Besitzer früher

oder später zu stellen. Was soll ein guter Sattel? Klar, wenn möglich, den Ausklang verlängern und alle erwünschten Frequenzen wieder-

geben. GraphTech gibt dazu sein großes Indianer-Ehrenwort.

 

 

 

 

Der gebotene Ersatz von Tusq ist ein echtes Upgrade - nicht nur ein schlichter Austausch. Super, dass hier nichts zu feilen oder anzupassen ist.

Das Ding ist 1:1 austauschbar und schon kann es weitergehen. Tja, nur die falsche Farbe erwischt. Einfärben gestaltet sich einfach, aber

die Farbe greift sich leider schnell wieder ab. Besser wäre nun gleich hier ein schwarzer Sattel gewesen. Na, erstmal geht's.

 

 

 

 

 

 

Nächste Aktion ist der Austausch der Pickup-Rähmchen gegen eine Custom-Version aus ostindischem Palisander. Mit etwas Glück

trifft man den Farbton des Griffbretts. Wir haben uns die Rahmen einen Millimeter dicker als die Originale fertigen lassen.

Der neue Rahmen für den Hals-PU hat jetzt eine Stärke von 4 statt 3 mm - für den Bridge-Frame nun entsprechend 6 anstelle von 5 mm.

Hauptsache, die Tonabnehmer überragen in ihrer optimalen Höheneinstellung noch ihre Rahmen.

 

 

 

 

Bisher schmückten Kluson Toplocking Tuners (Die Markenrechte liegen bei Dieter Gölsdorf, Göldo) die Kopfplatte. Nach dem Satteltausch macht das Tremolieren aber immer noch etwas Probleme. Einige Saiten wollen einfach nicht zurück in die Grundstimmung. Daher der Wechsel auf Sperzels

Backlocking Tuners -  genau: Da ist der Saitenwechsel ohne Hilfsmittel zu bewerkstelligen. Allerdings ist pro Mechanik ein Haltestift zu versenken,

da eine Verschraubung wie bisher gegen das Verdrehen nicht vorgesehen ist. Also, Löcher an der richtigen Stelle bohren und die alten verschließen.

 

 

 

 

 

 

Noch nicht 100% perfekt, aber wieder einmal verbessert sich - wie auch nach den Satteltausch - die Action des Tremolos.

 

 

 

 

Am Ende wechseln wir die bernsteinfarbenen Poti-Knobs gegen schwarze Äquivalente. Das gleiche Schicksal ereilt den Pickup-Wahlschalter.

Links unten eine Aufnahme bei Nacht (Kunstlicht). Mitte mitTages- und Kunstlicht. Rechts dann die Gitarre bei Tageslicht mit angepasstem Weissabgleich der Camera.

 

Beim letzten Mal stellte sich noch die Frage, wie es denn so ist, wenn es laut wird? Bei einer Session mit krawalliger Lautstärke haben sich

die Häussels bewährt: Kein ungewolltes Feedback, drahtiger Klang und ein sehr guter Stegpickup. Die Tronbuckers sind teuer aber auch

sehr gelungen, wenn man eine Gretsch-orientierte Klangfärbung und Dynamik bevorzugt. Ich würde das immer wieder machen!

 

Das mit der Optik scheint zwar oft prioritär, nützt aber nüscht, wenn klanglich nix ordentlich rauskommt. Nicht ohne Grund verkloppen viele

ihre zuende gebastelten Instrumente, weil es am Ende eben doch nicht reicht. Ich reiss mich mal zusammen und bemühe mich, diesmal

keine Parallelen aus anderen Lebensbereichen abzusondern...

 

 

 

 

 

 

N ä c h s t e   R u n d e   i m   P i c k u p - W a h n

  

Wie die Erfahrung zeigt, sind die P90 und Telepickups von Tonerider ohne Einschränkung zu empfehlen. Von daher ist der Weg zu den 

Rebel 90 nicht wirklich weit. Wolfgang Damm (Amber Pickups) entwickelte die P90er im Humbucker-Format für Gibson (P94). Nun

kann man von Tonerider etwas Vergleichbares bekommen. Bei Seymour Duncan heißt das Äquivalent Phat Cat. Warum sollen die Häussels raus?

Zu viele Tonabnehmer in der Schublade? Quatsch. Die Tronebuckers haben jeweils nur den halben Widerstand der Rebel 90. Das schafft

einen Detailreichtum und Spritzigkeit. Wer Singlecoil-Charakter will und dabei auch saftig rocken will, braucht aber mehr Output und Wärme.

Genau das bekommen wir von den Rebel 90 in hoher Qualität, wobei die Teile weniger als die Hälfte kosten.

 

 

 

 

Die PRS SE hier wieder einmal als gerupftes Huhn, ziemlich nackig ohne Saiten und Tonabnehmer. Zuerst den Halspickup tauschen, dann 

den Bridge-PU einsetzen. Oder anderen Orts zuerst die Hose, dann die Schuhe (alte Lebensweisheit zur Bewältigung des Morgendeliriums).

 

 

 

 

 

 

Viel Löterei gibt es zum Glück nicht. Rechts den Heißen vom Bridge-PU, links dann die Strippe vom Neck-PU an den Schalter.

Die Masse dann zusammen an den Ausgang vom Schalter, die hier wegen der Enge mit einem Kabel herausgeführt wurde.

Das bekommt auch der Laie relativ schnell gebacken.

 

 

 

 

Allein die Optik mit den Chromekappen weiss schon zu gefallen. Erster Amp ein Laney LC 15 R mit Jensen Alnico: Schön direkt, voll und transparent.

Zweiter Amp ein H&K Tonemeister: Deutlich kuscheliger mit der bereits bekannten Offenheit. Dritter Amp das Marshall JMP-1: Hier wird das volle

Brett angesteuert und es schmatzt und schreit. In der Mitte die Stille von Humbuckern, wenn beide PUs zusammen laufen. Es ist ein Genuss. 

 

Die Pickups sind mit AlNiCo 2-Magneten bestückt, was feinere Höhe zum Vorschein bringt. Tonal lässt sich etwas Hohles, Topfiges wahrnehmen.

Sucht jemand P90-Klang in seiner Gitarre und ist nicht nur clean unterwegs, bekommt man von Tonerider ein (fast) unwiderstehliches Angebot.

Zur Erinnerung: Ja, die Pickups brummen, wenn sie einzeln angesteuert und mit Zerre übertragen werden, aber das nimmt man gern in Kauf.

 

 

 

 

 

 

 

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