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  • Esaite-Berichte: WARWICK FNA Jazzman 5 Ltd Edition 2004 Bass, WARWICK BC 20 Combo

     

 

 

Dieses Mal befassen wir uns mit einer der Warwick Std Corvette ähnlichen FNA Jazzman 5 Limited 2004 Bassgitarre. Als üppiger Zierrat kann

hier sofort das tolle zweiteilige Koa-Top gelten - kein Furnier, sondern eine amtliche Edelholzdecke auf dem zweiteiligen Esche-Body. Das smarte

verrundete Format kann nicht über ein Gewicht von 4,76 Kilogramm hinwegtäuschen. Wir sind zwar nicht auf dem Wochenmarkt, aber einen

Kilopreis können wir trotzdem nennen: EUR 420,17 bei 10% Rabatt. Das ist nicht ganz günstig. Den Viersaiter gabs damals wohl schon ab EUR 1.700.

 

 

 

"Schau mal, Opa hat sogar unterschrieben" sagt ein Kleiner, der den Schönling bewundert. "Na, na" das war der Chef persönlich mit seinem

dicken Edding-Filzer. Früher von Neidern auch gern als "Speckfresse" beschimpft, bevor Ha-Pe sich auf Firmenkosten ein Fitnessstudio

eingebaut hat. 250 Stück hat es 2004 von der exklusiven Kleinserie gegeben (4-Saiter). Dem Anschein nach nur 149 Stück als 5-Saiter.

 

Wer auch immer den Saitenhalter eingesetzt hat, war gedanklich temporär nicht ganz auf der Höhe, denn leider lassen sich grundsätzlich

einige dicke H-Saiten nur mit dem Hammer in die Verankerung hineinprügeln. Eigentlich ungewöhnlich, insbesondere in dieser Preisklasse. Also

wird der Schlitz aufgefeilt, damit man auf die Geschichte mit dem Hammer künftig verzichten kann. Jetzt kann der TÜV ruhig kommen.

Würde Hans-Peter Wilfer selbst Bass spielen, wäre ihm das bei der Endkontrolle und einem Saitenwechsel bestimmt aufgefallen.

 

 

 

 

 

 

Von Haus aus gehört das zur Standardprozedur bei der gründlichen Revision: Hals abbauen und Winkel optimieren. Immer wieder bei Warwick

das eher unnütze Shaping an dieser Stelle, das einem Ergonomie bzw. Spielkomfort vorgaukelt. Eigentlich braucht das doch kein Mensch - naja.

Sicherlich führt das zu einer Verschlankung für die obersten Lagen, aber wer klammert da noch mit dem Daumen auf der Unterseite?

 

 

 

 

Ausgezeichnete Passigkeit in der Halstasche. Das sitzt saugend-schmatzend. Computergestütze automatisierte Fräsarbeit: Schnell & hochpräzise! 

 

 

 

 

Nachgebesserter Halswinkel: Die Saiten liegen jetzt vorerst am Halsende fast auf den Bundstäbchen. Brücke hochdrehen und gut!

Bitte nach Möglichkeit nicht die Einzelreiter dafür verwenden, sondern die Brücke als Ganzes hochdrehen. Die einzelnen Saitenreiter sollte

man nur für das Finetuning benutzen. Das wären Stringspacing und Halsradius.

 

Stimmt die Saitenlage, überprüfe man noch schnell die Intonation. Hier ist die Halsdurchbiegung in Ordnung, nur der Sattel muss noch

etwas höher, weil teilweise die Leersaiten etwas scheppern. Ganz zum Schluss, wenn die Action optimal ist, kann man dann die Tonabnehmer

im Abstand zu den Saiten justieren. Hier müssen sie höher.

 

10 Jahre Dreckablagerungen auf dem wertigen Ebenholzgriffbrett machen die erforderliche Reinigungmaßnahme zeitaufwendig

- muss aber sein, oder lassen wir es? Ist klar, besser Gnade vor Recht. Das vergütet einem nachher zwar eh keiner, nun gut.

 

 

 

 

Sind die Saiten runter, kann man sich auch gleich um die schlabberigen Mechaniken kümmern, die sich mit der Zeit lose vibriert haben.

Hier das Problem, dass sich eine wieder mal nicht richtig anziehen lässt, weil das Gewinde ausgenackelt zu sein scheint. Also ist Vorsicht

angesagt, sonst ist gleich ganz Feierabend mit dem Teil und man muss sich Ersatz bestellen, was aber nicht so teuer ist.

 

Die Pickups lassen sich nicht mehr höher drehen. Also raus damit und nachsehen warum. Federn gibt es nicht - auch wenn die sonst

bei Warwick gerne verwendet werden, sondern nur etwas Schaumstoff und kein Moosgummi, was die bessere Wahl gewesen wäre.

 

 

 

 

 

 

Den Hals haben wir wie meistens genauer unter die Lupe genommen. Hier kommen noch mal zur Orientierung seine Maße im Vergleich:

 

                  FNA Jazzman 5                     Double Buck 4        Standard 4

 

   Halsdicke 1. Bund     21,7 mm                    21,3 mm                       21,2 mm

   Halsdicke 5. Bund    23,0 mm                    23,9 mm                      22,4 mm

   Halsdicke 12. Bund   25,8 mm                   26,2 mm                       23,4 mm

  

   Halsbreite Sattel    45,0 mm                    38,4 mm                       38,4 mm

   Halsbreite 5. Bund   52,7 mm                   46,8 mm                        46,9 mm

   Halsbreite 12. Bund 60,7 mm                    54,6 mm                       55,3 mm

 

 

Beim Jazzman am Sattel also recht normal und wird Richtung 12. Bund schön kräftig. Kein Kinderhals, aber nicht übertrieben wuchtig. 

 

 

 

 

Das Stringspacing an der Brücke liegt bei rund 16,5 mm und ist damit für mich etwas knapp bemessen. Glücklicher wären 18 bis 19 mm.

Aber dafür hat Warwick die fetten Broad Necks im Programm. Am Sattel liegen die Saiten 9 Millimeter auseinander. Jeweils von der

Saitenmitte aus gemessen.

 

Zwischen den dünnen Saiten ist folglich etwas mehr Platz. Das ist allerdings an der Brücke auszugleichen,wenn man den unbedingt will.

Wichtig für die Feinsinnigen, nicht das Wesentliche aus dem Blick zu verlieren. Sagt doch einer zu mir: "Hier, Saitenlage, schnarrt". 

Ach was! Ich kann auch sooo spielen, dass es schnarrt. "Hier, hör mal, geht prima doch auch ganz ohne Nebengeräusche...ts."

 

 

 

 

Auch als kritischer Kollege muss ich an dieser Stelle zugeben, dass hier Optik und Sound einfach harmonieren und überragend sind. Klanglich nicht

ganz unähnlich wie bei der Warwick Double Buck Corvette. Für die Besaitung haben wir uns für DR Marcus Miller Signature Strings entschieden.

Der Mr. Miller lässt ja jetzt bei Dunlop seine neuesten Strippen ziehen. Nochmal kurz ein Einwurf zum Aufwand der Renovierungsmaßnahme.

 

Ohne den Dokumentationsaufwand kamen für alles Minimum 4 Stunden Arbeit zusammen. Gibt man das in die Fachwerkstatt sollte man

190 bis 250 Euro vorher dafür einplanen. Das ist leider im Vorfeld nicht immer leicht einzuschätzen. Mal eben ein oder zwei Stündchen

nebenbei ist leider nicht... allerdings im Verhältnis zum Neupreis und der Wertigkeit des Instrumentes lohnt sich das allemal.

Jemanden zu finden, der so einen Job für 100 Euro erledigt, wird schwierig werden. Es kommt ja sowieso nur alle paar Jahre

- je nach Nutzungsgrad, Habitat und laufender Pflege -  in Betracht.

 

Der Ton vom Bass bleibt richtig lange stehen (Achtung Autokompression im Amp aktiv, siehe unten BC 20). Passende Worte für den Klang lassen

dazu schön aneinander reihen: Samtig knurrig, fett schmatzend, gleichmäßig präzise, unaufdringlich definierter Knack, blubberig satt.  

Mit der Elektronik komme ich dummbatzigerweise noch nicht so richtig klar. Hab ich da was nicht richtig verstanden oder ist da möglicher-

weise etwas ausser Funktion? Die Batterie wurde gecheckt. Zumindest funktionert für den Twin-Jazz-Pickup am Steg die Schaltung.

 

Laut und leise, sowie die Balance zwischen den Pickups kein Thema, aber der Rest? Drücken des doppelstöckigen Volumen-/Panoramareglers

bringt keine Veränderung. Da hätte ich jetzt den Wechsel zwischen Active- und Passivemode vermutet. Na, bevor ich mich weiter blamiere,

mache ich für heute lieber Schluss. Ein Wermutstropfen sind ausserdem die eindeutig zu leichtgängigen kleinen Taiwan-Potis von MEC.

Für Tipps in Sachen dieser Elektronik wäre ich dankbar.

 

 

 

B a s s c o m b o   W a r w i c k   B C   2 0

 

 

 

 

 

Längst überfällig gehen wir heute auf einen kleinen Verstärker etwas ein. Bisher hatten wir im Rahmen der Berichte über Bässe und Gitarren

die Amps nur am Rande immer mal erwähnt. Die alten Bassverstärker von Warwick fand ich eigentlich immer richtig Scheiße, um das mit einem

umgangssprachlich durchaus üblichen Begriff festzunageln. Vor rund 10 Jahren war ich unstolzer Besitzer eines 250-Watt-Combos mit einem

15-Zoll-Speaker aus dem Hause Warwick, der mir preislich hinterher geschmissen wurde. Okay, für maximalen Output kam schnell noch eine

Warwick 2 x 10"-Box dazu (Gelbes Label). Sah nicht schlecht aus, war auch recht laut und vorzugsweise angenehm kompakt.

 

Warum dann der negative Eindruck? Naja, der kam einfach pappig und undifferziert rüber - egal welchen Bass man da einstöpselte:

Von Dynamik und sattem Punch keine Spur, einfach nur ein Lautmacher. Man kann auch sagen, quasi Null-Funk in the Box. Ich hab ihn dann

irgendwann einmal gegen eine kleine feine Eden-Anlage ausgetauscht. Das war dann professionelles Equipment aus den Staaten und kein ein-

facher Koreakrams. Gewundert hatte ich mich immer, wenn Profi-Musiker mit den Warwick-Anlagen auf der Bühne standen. Merken die denn

einfach nichts? Doch, doch, aber wenn da eine kostenlose Bereitstellung seitens des Vertriebs auf einen zukommt...

 

 

 

 

Das ist hier dann soetwas wie meine kleine persönliche Vorgeschichte. Dieser kleine BC 20 allerdings lässt einen das aber über den Haufen

werfen. Diese neue Serie basiert auf Entwürfen und Vorstellungen von Jonas Hellborg. Kein Rauschen, durchaus wirkungsvolle Klangregelung,

maximaler Wirkungsgrad bei Vermeidung von Endstufen- oder Speakerverzerrungen. Die Leistung von 20 Watt deutet schon der Name an.

Zwei Reflexöffnungen nach vorne und ein integrierter unauffälliger automatischer Kompressor leisten dazu einiges für ein überraschend gutes Soundergebnis am 8"-Speaker. Die Übersichtlichkeit der Bedienelemente und der visuelle Ersteindruck verleiten vielleicht zu einer leichten Unterschätzung. 

 

Bei der Suche nach etwas Kleinem wurde ich letztes Jahr durch die youtube-Filmchen aufmerksam. Infrage kamen für mich zunächst auch

kleine Combos von EBS, Eden, SWR, Ampeg, Hughes & Kettner und natürlich Hartke. Gekauft habe ich nach einer ganzen Zeit des Vergleichens

und Abwägens den hier gezeigten Warwick BC 20 - gleich zweimal. Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis!

 

 

 

 

Die chinesischen Werke haben ganze Arbeit geleistet. Die Kiste an sich recht schmal, ist aber dafür verhältnismäßig tief. Was trotzdem nervt

ist der Netzschalter unten auf der Rückseite. Da hilft man sich einfach mit einer Schalter-Netzdosenleiste aus dem Supermarkt. Ja, und dazu 

finden wir den Firmenschriftzug über dem Höchtöner - hm. Kann man ja abschrauben - Zur Not, wenn' s einen denn wirklich stört. Warum eigentlich

gleich zwei von der Sorte? Man könnte sich doch gleich beispielweise für die 40-Watt-Version entscheiden. Modulares Konzept, sag ich nur.

 

Zwei von der Sorte kann man für Unterricht und Duette verwenden oder wie hier koppeln. Das bietet mehr Membranfläche und Boxenvolumen als

die Variante mit 40 Watt Output. Auch ist Stereobetrieb mit Effekten unter Umständen von Interesse. Wir nutzen die beiden kleinen schlichten Verstärker vor Ort häufig im Parallelbetrieb. Das ist ganz erheblich voller und satter als einer allein für sich. Den ganz oben beschriebenen

Warwick FNA Jazzman 5 Saiter Bass haben wir auch angeschlossen und gespielt - ausgezeichnet.

 

 

 

 

Jetzt bin ich noch ganz unentschlossen, wem ich meinen untertänigsten Dank ausrichten lassen soll. Familie Wilfer oder Herrn Hellborg?

Gerade las ich ein Stellengesuch von Fa. Warwick für einen Grafikdesigner oder Mediengestalter: Arbeitszeit ca. 55 Stunden in der Woche,

steht da. Ach, immerhin kommt bei einem Mindestlohn von achtfuffzig da einiges im Monat zusammen. Also brutto ganze EUR 1.870. Nach

den üblichen Abzügen sind das satte EUR 1.300 auf die Hand. Wir wollen es alle gerne günstig, aber irgendeiner zahlt immer dafür. Ich

denke lieber nicht darüber nach, was bei den Chinesen für die reine Herstellung hängenbleibt. Fazit: Nee, wirklich, toller Verstärker...

 

 

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