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  •  Esaite-Berichte: CORT GB64 Bass

 

 

 

Der GB64 von Cort ist ein typischer Vertreter der einfacheren Stingray-Style-Bässe, die etwas im Revier von Musicman wildern wollen.

Er wirkt zierlicher als das Original oder der ATK 300 von Ibanez, aber gleichwohl aus Esche und aktiv (also Batteriebetrieb ohne Passivmodus).

Der Hals hat moderne schlanke Ausmaße und macht es dem Lernenden leicht, Zugang zum Bassspielen zu finden. Der ATK-Hals aus der 300er Serie

ist im Vergleich vielleicht für den einen oder anderen fast schon klobig, weil bei gleicher Halsbreite das Profil statt einem flachen "C" eher ein

kräftigeres "U" aufweist.  

 

Für wen ist der Cort GB64 von Interesse? Erste Antwort: Für Leude, die nich die Knete für 'nen Musicman Stingray auffer Naht ham.

Das ist falsch und richtig zugleich. Zweite Antwort: Junge Menschen - insbesondere Frauen?! Der Bass sieht gut aus und wiegt nicht ganz so viel wie andere Kaliber (knapp 4,2 kg). Bietet aber etliche gewünschte Attribute von den so genannten dicken Dingern.

Will sagen, das Teil macht reichlich Druck, klingt ordentlich und wirkt keineswegs wie ein Kinderspielzeug.

 

 

 

 

Die Hardware ist schlicht (mattchrome) aber ausreichend funktional. Für die elektrische Abnahme steckt ein Migthy Mite – Tonabnehmer im zweiteiligen Body. Die drei Knöpfe tun, wofür sie eingebaut wurden: Der Reihe nach regelt man Volumen, Bass und Treble (Mittelraste).

Der Korpus ist 42 Millimeter stark und angenehm ergonomisch konturiert. Der Hals ist am Sattel rund 43 Millimeter und am 12. Bund 58 mm breit. Fertiggestellt wurde der Bass in Korea im April 2001.

 

Der Vorbesitzer hatte im Musikgeschäft neu dafür gut 600 EUR auf den Tisch des Hauses legen dürfen, was mir etwas hoch erscheint. Second Hand brachte ihm eine Auktion nur noch 137 EUR als Gegenwert. Was soll's, der Nachwuchs hatte sich angekündigt und als Schornsteinfeger ist die finanzielle Ausstattung nicht gerade prall. Da wurde jetzt ein Opfer gebracht und ich bekomme was Nettes zum Ausprobieren für die www.ESaite.de.

 

 

 

 

 

 

Frische Saiten sind ja immer mit das Erste, was man erledigt, wenn ein neues Baby eintrudelt. Hier sind es als Allrounder D'Addario 45-105

Nickel Wound EXL 165. Da kann man zu Beginn nicht viel falsch machen. Im Schnelldurchlauf erzähle ich, was nach der ersten Revision als sinnvolle Maßnahmen für die Topp-Bespielbarkeit nötig war. Vielleicht nimmt das der eine oder die andere als kleine Checkliste für den eigenen Bass:

 

Durchbiegung des Halses prüfen. Ersten und letzten Bund der dicken E-Saite gleichzeitig gedrückt halten und dann den Abstand der Saite

zum 7. Bundstäbchen feststellen. Aufliegen sollte die Saite dort nicht. Ein Abstand von mehr als 1mm ist auch meist unerwünscht. Das wird dann nach eigenem Belieben mit dem Halsstab vorsichtig justiert beziehungsweise korrigiert (bei normaler Saitenspannung immer wieder die erreichte Höhe prüfen).

 

 

 

 

Wenn der Sattel in Ordnung ist und auch kein Scheppern der Leersaiten vorliegt (nicht zu flach oder zu hoch), kann man an der Brücke die Höhe der Saitenlage einstellen. Ist man jetzt schon einigermaßen zufrieden, ist die Intonation dran. Was war das noch mal?

Die offene Saite oder deren Flageolett über dem 12. Bundstäbchen entspricht nahezu dem mit normaler Kraft gedrückten Ton im 12. Bund.

Hier übt es ungemein, das per Gehör zu versuchen, aber ich rate dann doch aus Zeitgründen und der Präzision wegen, zum Gebrauch eines Stimmgerätes.  

 

Macht man dieses alles nicht so häufig, ist man vermutlich jetzt schon erschöpft oder leicht genervt und kann sich hoffentlich schon etwas über eine spürbare Verbesserung freuen. Sehr oft reicht das eben aber leider noch nicht aus. Rockbassisten sind in diesem Fall leichter zufrieden zustellen als die Slapper oder feinsinnigen Virtuosen.

Ja, und so komme ich für dieses Mal auf den entscheidenden Punkt: Den Halswinkel. Man kann sich in der Tat bei der Halseinstellung dumm und dusselig drehen, wenn dieser Punkt außer Acht gelassen wird. Schweben die Saiten über dem letzten Bundstäbchen des Halses einfach immer zu hoch, muss eben der Hals dichter unter die Saiten.

 

 

 

 

Zu diesem Zweck füttert man die Halstasche unterhalb der Anschlagkante ein wenig aus (Shimming). Bei mir hat sich einmal gefaltetes Schleifpapier bewährt. Andere haben schon alles mögliche dafür verwendet. Die alte Kreditkarte, Klebestreifen, Isolierband, Holzfunier, Rasierklinge und so weiter (Fender 70er Tilt Neck). Wenn das Material keine dämpfenden Eigenschaften aufweist, wäre es für diesen Zweck schon von Vorteil. Da kann man nun prinzipiell undogmatisch heran gehen, wenn es im Ergebnis eindeutig eine Verbesserung darstellt und nicht nur ein Vorteil, mit dem man sich an anderer Stelle einen Nachteil einhandelt.

 

Wie gesagt, hier haben wir feines Schleifpapier (600er Korn) am Start. Einmal geknickt und mit der Schere für eine passendere Form die Seiten gestutzt und die Kanten verrundet. Ich habe das mal gemessen. Die Stärke des Papiers (2 x die einfache Dicke) liegt bei nicht mehr als

lächerlichen 0,35 Millimetern. Also hinein in die Halstasche und drauf mit dem Hals. Vor dem Festschrauben spanne ich die Saiten wieder etwas, damit der Hals optimal in seiner Tasche sitzt. Dann man rein mit den Halsschrauben. An dem Punkt bin ich immer sehr gespannt, ob es denn jetzt gehen wird?

Muss wieder etwas heraus genommen werden oder muss mehr hinein?

 

Hier erhalte ich jetzt zunächst die wirklich ultra-flache Saitenlage. Allerdings muss man erst den Saitenzug bei Normalstimmung abwarten.

Das kann ein wenig dauern, wegen der Nachstimmerei. Was nun folgt, ist die Fein-Einstellung der Saitenlage (Höhe der Einzelreiter auf der Brücke).

Hat man jetzt mittlerweile seine individuelle Topp-Saitenlage erreicht, fehlt nur noch eines. Man vergisst es allzu schnell:

Zum Abschluss muss die Intonation wieder aufs Neue eingestellt werden, da jetzt die Saiten beim Greifen auf einer etwas anderen Stelle der Bundstäbchen zum Aufliegen kommen. Fehlt noch was? Ja! Genau hier sollte man daran denken, die Höhe des Pickups einzustellen oder ein bisschen nachzustellen.

 

 

 

 

Wie so oft die Frage, was war noch? Ich habe einen anderen Saitenniederhalter montiert. Dieser hier schließt auch die A-Saite mit ein und erinnert im Groben so in etwa an die schicken Teile von Hipshot aus Alu. Nur, dass die D-Saite eingefädelt werden muss (nix mit topload). Der Dreifachhalter sorgt für einen gleichmäßigen Andruck aller Saiten im Sattel.

 

Auf den Bildern ist es dem Kenner der Materie sicher bereits aufgefallen: Die Brücke wurde für meinen Geschmack von der Fabrik aus falsch bzw. ungünstig montiert (serienmäßig). Und nicht nur die. Auch die dazugehörigen Löcher für die Saitenhülsen sind an einer falschen Stelle gelandet.

Das hätte wohl alles einige Millimeter weiter nach hinten in Richtung Zarge gehört. Jetzt hat man halt ab der A-Saite einen sehr steilen Wickel über die Einzelreiter der Brücke, wenn die Saite durch den Korpus soll. Daher verzichte ich auch für die E-Saite auf diese ansonsten von mir bevorzugte Option.

 

 

 

 

Aber was soll ich sagen, um nicht eventuell Gefahr zu laufen, mich zu sehr in Theorien über günstige und ungünstige Saitenwinkel

und so weiter zu verstricken? Der Bass klingt - trotzdem. Im Hinterkopf sollte man dabei immer behalten, dass alle Änderungen

am Hals auch klangliche Auswirkungen nach sich ziehen. Das erfordert eine besondere Aufmerksamkeit beim Tun, um eventuell

einen alten Zustand wieder herstellen zu können.

 

Und er spielt sich mittlerweile wie Butter. Die Finger der Greifhand versinken nicht mehr zwischen den Saiten.

Auch für die festeren Gangarten ist man noch gut gerüstet, wobei endlich der gewünschte Slapsound förmlich aus dem Bass springt.

Wer sonst höhere Ansprüche an seine Instrumente stellt, findet mit dem Cort GB64 einen prima Zweitbass, der gelegentlich günstig zu haben ist.

 


P i c k u p - A u s t a u s c h

 

 

 

 

Ein befreundeter Schlagzeuger rief mich an, ob ich nicht spontan Zeit hätte, als Gitarrist an einem Montagabend auszuhelfen.

20 Uhr, das passte. So setzte ich mich mit einer G&L Tele und einem kleinen Fender Röhrenamp ins Auto und fuhr zum Treffpunkt.

Ich würde es nicht erwähnen, hätte der dortige Bassist nicht seinen Sandberg California JM4 und eine Markbass-Anlage dabei.

In einer kleinen Pause nahm ich die Gelegenheit wahr, und testete gründlich den Sandberg, der ja nun einmal mit Delano Pickups ausgestattet ist.

 

 

 

Ich muss schon sagen, der Sandberg hat mich stark beeindruckt. Das war Anlass genung, sich einen Delano Pickup für Austausch-Zwecke zu besorgen. 

 

 

 

Im Cort Bass befindet sich ein Mighty Mite Musicman Style Humbucker mit nur 2-poligem Anschluss. Der ist an sich grundsolide.

Der Delano Pickup MC 4 FE / J-M2 ermöglicht unter anderem aber nun über einen 3-Wege-Schalter eine Verkabelung, die ihn seriell,

als Singlecoil und parallel erklingen läßt. Somit erreicht man 3 unterschiedlichen Grundsounds mit eben den Qualitäten eines Hi-End-PUs.

Eigentlich hinreichend bekannt transformiert der Delano die (akustischen) Saiten-Schwingungen in elektrische Signale, die aus dem Verstärker

satt drückend, rund ohne übertriebene Präsenzen hervortreten. Irgendwie ein rundrum Wohlfühlsound . . .

 

 

 

 

Dieser Austausch ist absolut lohnenswert. Die Klangqualität steigt, obwohl die einfache aktive Schaltung des Cort Basses beibehalten wurde.

Besonders überzeugend ist, dass die 3 Sounds wirklich gleichwertig sind, ohne das krasse Lautstärkenunterschiede nerven und man deshalb

auf die technisch erreichte Variabilität in der Praxis verzichtet. Ich konnte mich für keinen Favoriten entscheiden, da jede Spulenkombination

einwandfreie Klangergebnisse hervorbringt.

 

Der Umbau selbst geht problemlos vonstatten, da die Maße so gut wie identisch sind. Natürlich muss für den Mini-Switch ein Loch gebohrt werden.

Die Montageschrauben des Tonabnehmers passen indes in die alten Löcher. So bleibt mir als Fazit, dass dies mit Sicherheit nicht der letzte

Delano-Pickup sein wird, für den ich Verwendung finden werde.

 

 

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