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  • Praktisch: Gitarren-Pickups einstellen / Justieren von Gitarren-Tonabnehmern

 

Klassische Grund-Konfigurationen von Pickups/Tonabnehmern bei diesen Gitarren:

Les Paul (HH = Humbucker/Humbucker, Bridge/Neck)
Telecaster (SS = Singlecoil/Singlecoil, Bridge/Neck)
Stratocaster (SSS = Singlecoil/Singlecoil/Singlecoil, Bridge, Middle, Neck)
Les Paul Junior (P90 = P90-Singlecoil, Bridge), vom Format wie Mini-Humbucker
Jazz Bass (JJ = J-bass/J-bass, Bridge/Middle)
Precision Bass (P=P-Bass Split-Coil, Middle)
Musicman Stingray Bass (H = Humbucker, Middle)

 

 

 


Moderne und alternative Pickup-/Tonabnehmer-Konfigurationen bei diesen Gitarren:

Yamaha Pacifica Strat (HSS = Humbucker/Singlecoil/Singlecoil, Bridge, Middle, Neck)
Musicman Luke (HSS), Fender LoneStar (HSS), G&L Invader (HSS), Suhr Pro S1 (HSS),
Yamaha Frank Gambale AES FG (HSS)

Fender Telecaster Nashville (SSS), G&L Asat III Tele (SSS), Musicman Silhouette (SSS)

Ibanez RG (HSH), Cort Hiram Bullock (HSH)
Ibanez Steve Vai Evolution (HSH), Musicman Silhouette (HSH)

G&L Asat Bluesboy (SH), Yamaha Tele Mike Stern (SH)
ESP Telecaster Ron Wood (SH)

Peavy Wolfgang (HH), Patrick Eggle Berlin (HH)
Fender Big Apple (HH), Nick Huber Dolphin (HH)
Paul Reed Smith McCarty (HH), Starfield Altair (HH)

Reverend Double Agent (HP90)
Duesenberg Diverse Modelle (HP90)
Gibson Les Paul BFG Gary Moore (HP90)

Gibson Les Paul Custom (HHH)
Epiphone Zephyr (P90P90P90)
Rickenbacker 325 John Lennon (HHH)

Sandberg Bullet JM Bass (HJ, Musicman Humbucker/J-Bass, Bridge/Middle), Cort GB 75 (HJ)

Sandberg Ken Taylor Bass (HH, 2x Humbucker, Bridge/Middle), G&L 2000 Bass (HH)
Musicman Big Al Bass (SSS), Clover Avenger Bass (SSS), LeFay Pangton Bass(SSS)

Clover Xpresssion Bass, Musicman Bongo Bass (HS)
Sandberg California PM (H, P-Bass)

ESP Vintage-4 Bass (PJ = P-Bass/J-Bass, Neck/Bridge), Yamaha BB1600 Bass (PJ)
Mighty Mite Bass (PJ), Fender Precision Deluxe Special Bass (PJ)


 

Action: Pickup/Tonabnehmer einstellen - so geht es bei einer Telecaster-Gitarre

Wenden wir uns zunächst Telecaster-Pickups zu. Die Originale von  Fendergitarren und deren Repliken sind als Singlecoils (Einspuler) konzipiert. Der Halstonabnehmer wird mit verchromter Kappe geliefert, der Stegtonabnehmer ohne.

 

 

 

 

 

 

Wie soll oder kann man da nun etwas messen?

Viele Quellen machen einfach Millimeter-Angaben

für die  einzelnen Tonabnehmer in der jeweiligen Position und das war es dann.

 

 

Soll heißen: Halte einen Zollstock oder ein Lineal an Saite und Tonabnehmer und lese den Abstand von der Unterkante der Saite bis zur Oberkante des Pickups oder dessen Magneten (Polepieces) ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich meine, eine gute Einstellung für den Halstonabnehmer bekommt man, wenn die im letzten Bund gedrückte dünne E-Saite noch einen Abstand zur Kappe von gut 2 Millimetern aufweist.

 

Für die im letzten Bund gedrückte dicke E-Saite ist ein Abstand von mindestens 3 bis 4 Millimetern empfehlenswert.

Also hohe Saiten dicht ran an den Pickup und dicke Saiten weiter weg. Tja, aber wo sind denn nun die Schräubchen?

Bevor sich hier etwas einstellen lässt, muss das Pickguard (Schlagbrett) runter!

 

 

 

  

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

Beim Brückentonabnehmer ist es etwas komfortabler: Hier sind gleich drei Schrauben für die Höheneinstellung direkt zugänglich.


Das erste Foto mit der Schärfe auf der dünnen E-Saite oben im Bild und das Zweite mit der Schärfe vorne auf der

dicken E-Saite zeigt jeweils den Abstand des Pickups zur Saite. Bei diesen Bildern wurde diesmal keine der Saiten im letzten Bund gedrückt! Das ist bereits vorher beim Justieren geschehen.

 

Die Abständen sollten ähnlich wie beim Neck-Pickup sein: Um und bei 2 mm für die hohe E-Saite und so um die

3 bis 4 mm bei der tiefen E-Saite. Die ganze Einstellerei bei einer Besaitung mit einem 010-046er Satz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Action: Pickup/Tonabnehmer einstellen - so geht es bei einer Pacifica-Gitarre (Modern Strat Style)

Die Pacifica weist eine moderne Pickup-Konfiguration auf (HSS = Humbucker/Singlecoil/Singlecoil). Die anspruchsvolleren Modelle aus Yamahas Pacifica-Serie sind mit Seymour Duncan Pickups bestückt. Hals- und Mittelposition mit Humbuckern (vertikale Spulenanordnung)  in Singlecoil-Optik (Vintage Staggered) und am Steg einen kräftigen Humbucker SH-4 JB (Jeff Beck Modell mit einer Resonanzfrequenz bei 5,5 Khz und einem Gleichstromwiderstand von 16,4 KOhm).

 

 

Halstonabnehmer: Dicke E-Saite „E“, gedrückt im letzten Bund, Abstand 6 mm
(Neck PU)    Dünne E-Saite „e“, gedrückt im letzten Bund, Abstand 4 mm
Mitteltonabnehmer: Dicke E-Saite „E“, gedrückt im letzten Bund, Abstand 4 mm
(Middle PU) Dünne E-Saite „e“, gedrückt im letzten Bund, Abstand 3 mm
Brückentonabnehmer: Dicke E-Saite „E“, gedrückt im letzten Bund, Abstand 2 mm
(Bridge PU) Dünne E-Saite „e“, gedrückt im letzten Bund, Abstand 2 mm

 

 

 

 

 

 

 

Immer wieder ausprobieren und hinhören beim Einstellen bedeutet, dass der Tonabnehmer für sich allein gut klingen soll (zunächst natürlich subjektiv, vielleicht später zur Freude aller), Cleansound und Zerre sollen gut funktionieren.

Die Abnahme der einzelnen 6 Saiten sollte zu einem ausgeglichenen Klangbild führen: Keine Saite ist in unangenehmer Weise lauter oder leiser als die anderen.

Lässt sich am Pickup ein Polepiece (Magnetstift oder – Schraube) nicht nachjustieren um Lautstärken-Unterschiede zu nivellieren, kann man es noch mit einer anderen Saitenstärke versuchen, bevor man den Pickup gegen einen austauscht,

der einstellbar ist. Ist man mit einem Pickup zufrieden, geht es los, die anderen einzustellen und am Ende zwischen ihnen allen eine zufriedenstellende Balance zu finden.

 

Hier noch ein heißer Tipp für die Strat-Fans:

Nicht nur für den Clean-Sound kann man den "Quack" in den Zwischenpositionen verbessern,

wenn Hals- und Stegpickup nicht zu dicht unter den Saiten hängen und dazu der Mittelpickup weiter heraus

gedreht wird.

 

 

Action: Pickup/Tonabnehmer einstellen - so geht es bei einem Fender Precision (Special PJ) Bass 4 Saiter

Es scheint, noch seltener als Gitarristen kümmern sich Bassisten um die Pickup-Einstellung. Was aus dem Bass kommt wird noch leicht am Verstärker nachgeregelt und gut ist. Tatsächlich ist diese Vorgehensweise für erstaunlich viele musikalische Anwendungen wohl ausreichend.

 

Was ist beim Bass-Sound grundsätzlich wünschenswert? Fundamental und „fett“ soll er meist sein, um der tragenden

Rolle im Bandgefüge zu genügen. Wer Gelegenheit zum Solieren hat, spielt auch schon mal nur mit dem Bridge-Pickup.
Der klassische Split-Coil-Pickup in der Mittelposition ist für die Sound-Basis zuständig. Trotz der gesuchten tiefen Frequenzen, freut man sich, wenn dazu genug Höhen vorhanden sind. Noch besser, wenn die E- und A-Saite satt und voll herüber kommen, die D- und G-Saite aber nicht im Bass-Schub davon völlig abfallen.  

Der Jazzbass Tonabnehmer an der Bridge-Position bietet meist ein prägnantes Mittenspektrum mit ausgeprägten Höhen. Umso glücklicher macht es den verwöhnten Bassisten, wenn dann auch hier noch genug drückende Bassanteile vorhanden sind.
Die Firma Bartolini legt zum Beispiel bei Ihren Austausch-Tonabnehmern viel Wert auf genau diese Eigenschaften. Jeder Pickup für sich gesehen soll beste Klangergebnisse produzieren.

Vorteilhaft ist natürlich bei Bässen mit mehr als nur einem Tonabnehmer das Mischen der Pickups. Hier ergibt sich bei genauem Hinhören eine große Klangpalette. Dazu muß jeder Pickup aber einen eigenen Lautstärkeregler besitzen (Volume). Bei einem Pickupwahlschalter ist das Mischungsverhältnis leider nicht zu verändern. Hierzu kommen noch Extra-Infos.

Nun hier aber die gesuchten Richtwerte für die Einstellung der Pickups bei einer Standardbesaitung EADG:

 

 

Mitteltonabnehmer: Dicke E-Saite gedrückt im letzten Bund, Abstand 3 mm
(Split-Coil-PU) Dünne G-Saite gedrückt im letzten Bund, Abstand 2 mm
Brückentonabnehmer: Dicke E-Saite gedrückt im letzten Bund, Abstand 2 mm
(Jazzbass-PU) Dünne G-Saite gedrückt im letzten Bund, Abstand 2 mm

 

 

 

 

 

 

 

 

Wummert die dicke E-Saite unsauber und zu laut, muss der Pickup an dieser Stelle noch mindestens einen Millimeter weiter von der Saite weg. Sind dazu im Vergleich A- und D-Saite zu leise, kann man beim Split-Coil-Pickup die entsprechende Seite des Tonabnehmers noch etwas dichter unter die Saiten bekommen , indem das Befestigungsschräubchen heraus dreht. Funktioniert das nicht auf Anhieb, muss mit etwas Moosgummi oder Anderem

der Pickup unterfüttert werden.

Besonders beim Bass für befriedigende Klangergebnisse wichtig: An welcher Stelle die Saiten in Schwingungen versetzt werden: Oft wird im Fingerstyle oder mit Plektron direkt über dem Pickup in der Mittelposition angeschlagen. Für Funk-Attacken empfiehlt sich der Daumen kurz vor dem Halsansatz oder über den letzten Bünden. Jaco-Sound

(Jazzbass Fretless) lässt sich bestens über und in der Nähe des Bridge-Pickups herausarbeiten.

 

 

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