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  •  Esaite-Berichte: HK SNF-10 SB Fretless E-Bass (Fender Precision Plus Kopie)

 

 

 

Der Bass bringt rund 3,83 Kilogramm auf die Waage. Erlenholz (Alder) hat davon als Body den größten Anteil.
Das fühlt sich per se ganz gut an, obwohl sich alsbald eine leichte Kopflastigkeit bemerkbar macht. Ein rutschfester Gurt hält aber meist die individuell erforderliche Spielhaltung. 
Die Vorderseite ist, was das Holz und Verarbeitung angeht, von homogener Erscheinung.

Man erwartet fast schon einen ein- oder zweiteiligen Korpus. Auf der Rückseite des Bodies erkennt man dann die drei optisch vorteilhaft zusammen geleimten Teile. Die Oberfläche der Vorderseite ist makellos. Hingegen rückseitig werden bei passendem Lichteinfall Holzmaserung, Unebenheiten und die Leimnähte wegen der dünnen Lackierung etc. offenbar.

Wie meistens, habe ich auch hier die Pickups auf den Gleichstromwiderstand hin gemessen und finde folgende Werte:

Steg/Bridge PU     kOhm 6,81
beide parallel        kOhm 3,75
Hals/Neck PU       kOhm 7,76

 

 

 

 

Saitenlage und Bespielbarkeit?
Der Auslieferungszustand ist diesbezüglich bemitleidenswert:
Alle Reiter der Brücke sind hoch gedreht, die Halsdurchbiegung ist zu flach, die Kerben im Sattel nicht tief genug.
Leute, das ist ein Fretless!
Da sind die Sattelkerben maximal von 0,5 bis 1 mm über dem Griffbrett erwünscht. Wie soll man sonst die ersten Lagen mühelos beherrschen?
Etwas hirnlos sind die Positionen der Sidedots gesetzt. Zweifelsohne haben wir hier einfach nur einen Bundhals ohne Bundstäbchen. Die Markierung am Griffbrettrand tragen daher in diesem Fall nur zur Verwirrung bei, so dass es schon einige an Zeit braucht, um sich an die tatsächlichen Spiel-Positionen zu gewöhnen.
Durch den gegebenen Einbaupunkt der Brücke, ist es leider nicht mehr möglich, eventuell durch das Verstellen der Einzelreiter die natürlichen Harmonics/Flageolets passend auf die vorhandenen Seitenmarkierungen zu legen. Damit entfällt eine nützliche optische Kontrolle beim Intonieren der zu spielenden Noten – schade auch.

 

 

 

 

Hardware: Mechaniken/Brücke
Montiert sind erwartungsgemäß einfache Tuner-Modelle, die wohlauf sodann klaglos ihren Dienst verrichten.
Die Brücke ist solide und einwandfrei. Einige Schrauben waren allerdings nicht zu Ende in den Body herein gedreht.

Man, haben die Chinesen aber auch immer einen Stress bei der Arbeit...
Wie zuvor beim Jazzbass und den Telecasters von HK nerven mich die zu dolle überstehenden Madenschrauben der Saitenreiter. Ich wechselte die 12mm-Maden gleich gegen 8mm lange.

Aber ein klein wenig war ich positiv überrascht, über die nicht auf dem Schlagbrett schleifenden Potiknöpfe. Die waren diesmal nämlich in der richtigen Höhe auf die Potentiometer-Achsen gesetzt.

Der Saitenverlauf zwischen den Polepieces (Magnetstiften) ist beim Bridge-PU nicht ganz zentriert. Es könnte ja daran liegen, dass die Brücke nicht ganz mittig mit dem Korpus verschraubt wurde. Aber realistischer ist in diesem Fall eine leicht nach rechts verrutsche Fräsung für den Bridge-Pickup. Beim Hals-Tonabnehmer und dem Hals selbst sieht es nämlich besser mit dem Saitenverlauf aus.
Absurd sieht die hier gewählte Befestigungsstelle für den unteren Gurtknopf (End pin) aus.
Diese welche sitzt in einer Linie auf der weiter gedachten D-Saite – ist schon komisch. Es wäre eher normal oder zumindest gewöhnlicher, der Knopf säße mittig zwischen der weiter gedachten A- und D-Saite.

 

 

 

 

Wie sieht es mit den Halsmaßen aus? Hier kommen sie:

Dort wo der 1. Bund sitzen würde:     Halsbreite 44 mm, Halsstärke 23.0 mm
Dort wo der 12. Bund wäre:                Halsbreite 58 mm, Halsstärke 23.5 mm
Sattelbreit 42 mm

Zusammenfassende Beurteilung:
Ein Fretlessbass, der wie ein bebundeter Bass gebaut und auch grob so justiert wurde.
Schönes dreifarbtoniges Sunburst. Ein etwas farblich gewagtes Pickguard.
Einfache aber solide Hardware. Die Tonabnehmer klingen anständig.
Korpus etwas zu leicht für das Halsgewicht (Kopflastigkeit).

Leider kein Bass für Anfänger – was der Preis suggeriert -, da zu Vieles eingestellt und angepasst werden muss, bevor es losgehen kann.
Wer weiß, was ihn erwartet, hat zwar Einiges an Arbeit vor sich, bekommt aber einen reellen musikalischen Gegenwert für seine Mühe und sein Geld (EUR 150). Verglichen mit anderen normal teuren Marken-Fretless-Bässen schneiden die erzielbaren Klangergebnisse erstaunlich gut ab.

 

 

 

 

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