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  • Esaite-Berichte: Harley Benton Precision Bass Clone HB PB-50 SB
     

 

 

Die Soundclips und Käuferkommentare auf Thomanns Homepage waren doch zu verführerisch. Nach einigem Hin und Her wurde

das Teil nun doch geordert. Zügig und zuverlässig wurde 3 Tage später geliefert. Auspacken, probieren und einstellen war angesagt.

Das dauert ein Stündchen. Was haut einem nun Thomann für lumpige 99 Euros auf den Tisch beziehungsweise in die Hände?

Was das Gewicht angeht, sind es bescheidene 3,6 Kilogramm mit zumindest leicht kopflastiger Tendenz. Na, das geht schon!

 

 

 

 

Der Ur-Precision Fender-Nachbau aus Fernost macht optisch einen wirklich ansprechenden Eindruck. Leider ist der Sattel nicht

richtig eingesetzt.Die G-Saite sitzt deshalb etwas dicht an der unteren Griffbrettkante. Zur Brücke hin egalisiert sich das dann

sukzessive aber wieder. Das müsste man eigentlich richten. Den Sattel (41,4 mm) vorsichtig seitlich herausklopfen und mittig wieder

einkleben sparen wir uns aber aus gutem Grund (siehe unten).

 

 

 

 

 

 

Allerdings fehlen dem Saitenniederhalter noch einige Drehungen mit den Schraubenzieher, damit er gerade und sicher auf dem Headstock sitzt.

Kleinigkeit - das kann man mal eben so machen. Werkseitig wurden D'Addario Saiten aufgezogen. Der Nickel-plated Saitensatz wird vom

Gefühl her eine Gauge von 45-105 aufweisen. Die Halsstärke am 1. Bund beträgt 21,5 mm. Am 12. Bund sind es dann bereits 23,2 mm.

 

 

 

 

Die solide Brücke ist prima und macht mit ihrer Voreinstellung hier eine Korrektur der Intonation sogar überflüssig.

Von der Machart könnte man sie auch als Dual-Loader bezeichnen, da Öffnungen für eine String-Through-Option vorhanden sind.

Wer das angeht und dafür den Body durchbort, muss natürlich auch die Position der Brücke nach hinten bzw. nach unten verlagern,

damit der Saitenwinkel über die Einzelreiter nicht zu steil wird. Sehr interessant für mehr Sustain oder die sogenannte Holznote im Ton.

 

 

 

 

Der Body wurde aus Linde-Streifen zusammengeleimt. Ich bin etwas unsicher: Nach dem was erkennbar ist, sind es 4 oder 5 Brettchen.

Wer meint, hier was Zweiteiliges vorzufinden, sollte die Brille aufsetzen oder auf ein Messemodell hoffen. An der Lackierung gibt es

jedenfalls nichts auszusetzen. Auch die farblichen Übergänge des Sunburst sind zweifelsohne ansprechend gemacht.

 

Der Hals weist eng liegende Jahresringe auf und ist fachgerecht aus dem Ahorn gesägt worden. Das Griffbrett ist aufgeleimt.

Auch die Verbindung von Hals und Korpus ist sehr anständig und vorbildlich erledigt worden. Wenn Leute bei diesem Instrument

von Funier und MDF-Platte (Mitteldichte Holzfaserplatte) fabulieren, kann man das getrost ins Land der Träumerein entfleuchen lassen.

 

 

 

 

 

 

Der Benton Preci wurde mit einem Wilkinson Pickup ausgerüstet. Dessen Spulenwiderstand liegt bei rund 6 kOhm. Dieser verschafft dem 

Bass einen offenen und drückenden Sound. Ich finde den gut und hätte das nicht so erwartet. Man kann also nicht zwangläufig nur einen

Vintage-Mupf-Ton erzeugen. Jetzt aber zurück zu dem Punkt, warum wir den Sattel nicht korrigieren, was man doch eigentlich gedacht hätte.

 

 

 

 

Dieser Bass geht an den Verkäufer zurück. Es ist halt so, dass die Bünde für eine angenehme ermüdungsfreie Saitenlage nicht ausreichend

ordentlich abgerichtet sind. Das macht sich wie folgt bemerkbar: Auf der G-Saite schnarrt der Ton E im 9. Bund übermäßig stark.

Das gleiche passiert auf der E-Saite im 8. Bund mit dem Ton C. Dazu kommt ein leichteres Schnarren auf der A-Saite ab dem 4. Bund,

was in höheren Lagen wieder verschwindet.

 

Grundsätzlich klingt der Bass aber anständig, wenn man die Charakteristik von Linde (Basswood) mag oder sich damit den Gesamtsound

individuell (Saitensorte, -Stärke und Verstärkereinstellung) zurecht konfiguriert. Das Label "True Quality Sound"

geht in Ordnung. Was die äußere Erscheinung betrifft gibt es nur großes Staunen, wie das zu dem Preis geht?  

Hoffentlich hungern deshalb auf der anderen Seite der Welt keine Fabrikarbeiter, nur weil wir billiges "Spielzeug" wollen.

 

 

 

 

Bis auf die Bundierung und das mit dem Sattel ist das Level der Verarbeitung und Grundjustierung in der Tat relativ hoch.

Leute, zahlt freiwillig faire Preise, aber laßt euch nicht abzocken. Bald kommen sicher die Bio-Bässe auf den Markt - Öko ist voll in

(Zertifizierte Hölzer bei Warwick und Marleaux (teures Spielzeug aus RegioToneWood, also fast aus'm Garten um die Ecke)).

Preis und Leistung stehen hier in einem durchaus guten Verhältnis. Wer selbst etwas Hand anlegen kann oder

nicht soooo hohe Ansprüche hat, kann sich ruhig trauen. Ansonsten Tschüss...

 

 

 

 

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